
In ihrer Gesamtheit bieten die Aufsätze in Pensar el siglo XIX desde el siglo XXI eine fruchtbare Diskussion über die Notwendigkeit, einige der kanonischen Paradigmen in den lateinamerikanischen Studien zum neunzehnten Jahrhundert zu revidieren. Die Sammlung enthält neue und zum Nachdenken anregende Aufsätze, die versuchen, über die Dichotomien hinauszugehen, die die kulturelle Genealogie des Fachgebiets geprägt haben (Zivilisation vs.
Barbarei, Land vs. Stadt, Buchstabe vs. Bild, Tradition vs.
Moderne, häuslich vs. öffentlich).
Indem sie die jüngsten Entwicklungen in den Kulturwissenschaften in die Diskussion einbringen, untersuchen die Autoren die Debatte des 19. Jahrhunderts über die Konstruktion von Nationen und Subjektivitäten aus einer Vielzahl von kritischen Perspektiven neu.