
Performance Action: The Politics of Art Activism
Performance Action versucht, das Verständnis dafür zu verbessern, wie Kunstaktivismus in der Praxis funktioniert, indem es die Beziehung zwischen den Prozessen und der Politik, die ihm zugrunde liegen, entschlüsselt. Das Buch konzentriert sich auf das Vereinigte Königreich, verortet seine Analyse aber in einem globalen Kontext des Kunstaktivismus und stellt eine Reihe verschiedener Fälle von Performance-basiertem Kunstaktivismus vor, darunter die Antiölsponsoring-Performances von Gruppen wie Shell Out Sounds und BP or not BP?, das radikale Pädagogikprojekt Shake, die psychogeografische Praxis des Loiterers Resistance Movement und die queeren Performances des Künstlernetzwerks Left Front Art.
Auf der Grundlage partizipatorischer, ethnografischer Forschung vereint Performance Action eine Fülle von Berichten und Interviews aus erster Hand, gefolgt von einer eingehenden Analyse der Prozesse und Politiken der kunstaktivistischen Praxis. Das Buch ist insofern einzigartig, als es einen interdisziplinären Ansatz verfolgt, der Konzepte und Theorien aus den Bereichen Kunstgeschichte, Ästhetik, Anthropologie, Soziologie und Performance Studies aufgreift und einen neuen Rahmen für ein besseres Verständnis der Funktionsweise von Kunstaktivismus vorschlägt, der sich auf Prozesse konzentriert.
Das Buch argumentiert, dass Kunstaktivismus durch seine doppelte Natur als ästhetisch-politische Praxis definiert ist und dass diese Dualität und die Art und Weise, wie sie sich in verschiedenen Prozessen manifestiert, vom Aufbau einer gemeinsamen kollektiven Identität bis hin zur Politik der Partizipation, der Schlüssel zum vollständigen Verständnis dessen ist, was Kunstaktivismus von anderen Formen künstlerischer und politischer Praxis unterscheidet. Das Buch richtet sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an ein Laienpublikum und bietet einen zugänglichen und ansprechenden Zugang zu neuen theoretischen Beiträgen auf dem Gebiet des Kunstaktivismus sowie zu allgemeineren Themen wie Partizipation, kollektive Identität, Präfiguration und Institutionskritik.