
Performance and Posthumanism: Staging Prototypes of Composite Bodies
Die jüngsten technologischen und wissenschaftlichen Entwicklungen haben uns einen Zustand vor Augen geführt, den wir schon lange erreicht haben. Wir sind in ein posthumanes Zeitalter eingetreten, eine Behauptung, die von einer wachsenden Zahl von Denkern wie N.
Katherine Hayles, Rosi Braidotti, Donna Haraway, Bruno Latour, Richard Grusin und Bernard Stiegler geteilt wird. Die darstellenden Künste haben auf diese Entwicklungen reagiert, indem sie ihren traditionell „menschlichen“ Bereich zunehmend für nicht-menschliche Andere geöffnet haben.
Sowohl die Philosophie als auch die darstellenden Künste stellen daher die Frage, was es aus posthumanistischer Sicht bedeutet, ein Mensch zu sein, und wie das Wirken von Nicht-Menschen - seien es Technologien, Objekte, Tiere oder andere Formen des Seins - sowohl auf ontologischer als auch auf performativer Ebene „funktioniert“. Die Beiträge in diesem Band bringen Wissenschaftler, Dramaturgen und Künstler zusammen und vereinen ihre Überlegungen zu den Folgen des posthumanen Zustands für kreative Praktiken, Zuschauerschaft und Wissen.