
Performing Trauma in Central Africa: Shadows of Empire
Was steht bei der Performance in Kriegszeiten auf dem Spiel? Inwiefern ist der künstlerische Ausdruck anfällig für Manipulationen durch den Staat und internationale humanitäre Organisationen? Laura Edmondson untersucht die kulturelle Produktion als Reaktion auf den Völkermord von 1994 in Ruanda, den zwanzigjährigen Bürgerkrieg in Norduganda und den regionalen Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo vom Standpunkt des Imperiums aus.
Sie untersucht Gedenkzeremonien, Theaterstücke, indigene Performances, Medienkampagnen von Nichtregierungsorganisationen und zeitgenössischen Tanz, um aufzuzeigen, wie Künstler und Kulturschaffende im Schatten des Imperiums staatliche und humanitäre Narrative in Frage stellen und wie das Imperium seinerseits kreative Kapazitäten infiltriert. Edmondson kontextualisiert diese Narrative sorgfältig in dem aufgeladenen politischen Terrain der Region der Großen Seen und vertieft so unser Verständnis für die Rolle des kreativen Ausdrucks und der kulturellen Handlungsfähigkeit in Konflikt- und Postkonfliktgebieten.