
Permanent States of Emergency and the Rule of Law: Constitutions in an Age of Crisis
Permanent States of Emergency and the Rule of Law untersucht die Auswirkungen, die der oxymoronische „permanente“ Ausnahmezustand auf die Gültigkeit und Wirksamkeit von Verfassungsnormen und letztlich auf die verfassungsgebende Gewalt hat.
Sie stellt die Vorstellung in Frage, dass viele Verfassungsordnungen aufgrund der „objektiven Natur“ der Bedrohungen, mit denen moderne Staaten heute konfrontiert sind, mit permanenten Ausnahmezuständen konfrontiert sind, und argumentiert stattdessen, dass die Natur einer Bedrohung von der subjektiven Einschätzung des Entscheidungsträgers abhängt. In Anbetracht dessen argumentiert sie weiter, dass eine strenge gerichtliche Kontrolle und Überprüfung dieser Entscheidungen erforderlich ist, um sicherzustellen, dass die Befristung des Notstands eine rechtliche Frage ist und dass die Gültigkeit von Verfassungsnormen nicht durch ihre ständige Aussetzung untergraben wird.
Dabei wird ein engeres Verständnis von Rechtsstaatlichkeit zugrunde gelegt als bei den in der Literatur verbreiteten Befürwortern einer gerichtlichen Überprüfung von Notstandsbefugnissen, die sich in der Regel auf den normativen Wert von Menschenrechten stützen. Auf diese Weise versucht sie, die grundlegende verfassungsrechtliche Herausforderung zu widerlegen, die Carl Schmitt aufgeworfen hat: dass nämlich nicht jede staatliche Macht durch das Recht eingeschränkt werden kann.