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Peter Weir: Interviews ist der erste Band mit Interviews, der über den geschätzten australischen Regisseur veröffentlicht wird.
Obwohl Weir (geb. 1944) den Ruf hat, über sein Leben und seine Arbeit zurückhaltend zu sein, entpuppen sich diese Interviews von Archivaren, Journalisten, Historikern und Kollegen als äußerst liebenswürdige und auskunftsfreudige Gesprächspartner.
Er spricht über "die kostbare Verzweiflung der Kunst, die Verrücktheit, die Experimentierfreudigkeit" in all seinen Filmen; über den Prozess der Adaption vom Roman zum Film, wenn er einem Drehbuchautor sagt: "Ich werde dein Drehbuch essen; es wird Teil meines Blutes sein! "und seine Selbsteinschätzung als "bloßer Narr mit Mütze und Schellen, der von Hof zu Hof zieht". Er wird ermutigt, ja geradezu provoziert, seine eigene Geschichte zu erzählen, von seiner Kindheit in einem Vorort von Sydney in den 1950er Jahren über seine Lehrzeit in der australischen Fernsehindustrie in den 1960er Jahren, seine Vorbereitungen für die Dreharbeiten zu seinen ersten Spielfilmen in den frühen 1970er Jahren bis hin zu seiner internationalen Berühmtheit in Australien und Hollywood. Ein ausführliches neues Interview gibt Auskunft über seine aktuellen Pläne für einen neuen Film.
In Interviews wird Weirs vielfältiges und beeindruckendes Werk erörtert - seine früheren Filme Picnic at Hanging Rock, The Last Wave, Gallipoli und The Year of Living Dangerously sowie die für den Academy Award nominierten Filme Witness, Dead Poets Society, Green Card, The Truman Show und Master and Commander. Dieses Buch bestätigt, dass die Entwicklung von Weirs Leben und Werk Parallelen zu Australiens eigener Suche nach einer historischen und kulturellen Identität aufweist und diese verkörpert.