Bewertung:

Das Buch bietet eine aufschlussreiche Erkundung der präsidialen Macht und ihrer Auswirkungen auf die amerikanische Politik, insbesondere im Kontext der Trump-Administration. Es bietet einen historischen Kontext und bewertet kritisch das Gleichgewicht zwischen Exekutivgewalt und Regierungsverwaltung.
Vorteile:Gut geschrieben und interessant, liefert den historischen Kontext, bietet eine nuancierte Perspektive auf die Macht des Präsidenten, eine ausgewogene Behandlung der Herausforderungen, die sich durch eine nicht gewählte Bürokratie ergeben, und eine aufschlussreiche Kritik am Konzept der unitären Exekutive, wie es von Trump angewandt wird.
Nachteile:Es wird zwar die Notwendigkeit einer systemischen Reform erörtert, aber es wird auch darauf hingewiesen, dass solche Reformen unwahrscheinlich sein könnten.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Phantoms of a Beleaguered Republic: The Deep State and the Unitary Executive
Eine kraftvolle Sezierung eines der grundlegenden Probleme der heutigen amerikanischen Regierungsführung: das Aufeinanderprallen von Präsidenten, die entschlossen sind, die Nation durch eine immer stärkere Kontrolle der Verwaltung neu auszurichten, und einer Exekutive, die noch immer so organisiert ist, dass sie gemeinsame Interessen mit ruhiger Hand, angemessener Überlegung und Fachwissen fördert.
Präsident Trump hat sich wiederholt mit den Institutionen und dem Personal der Exekutive angelegt. Dabei traten zwei einst obskure Konzepte in einem unheimlichen Wettstreit in den Vordergrund. Auf der einen Seite stand das Schreckgespenst einer "Deep State"-Verschwörung - Verwaltungsbeamte, die drohen, den Willen des Volkes zu vereiteln und die verfassungsmäßige Autorität des Präsidenten zu untergraben, den das Volk gewählt hat, um es zu führen. Auf der anderen Seite stand eine rohe Personalisierung der präsidialen Macht, die durch eine Theorie der einheitlichen Exekutive aufgepeppt wurde und die Vernunft und Rechtsstaatlichkeit über den Haufen warf. Der "tiefe Staat" und die einheitliche Exekutive prägten jeden wichtigen Streit der Trump-Präsidentschaft. Wie gespenstische Zwillinge zogen sie sich gegenseitig hervor.
Diese Konflikte sind nicht neu. Stephen Skowronek, John A. Dearborn und Desmond King zeichnen die Spannungen zwischen präsidialer Macht und der Tiefe des amerikanischen Staates durch die Jahrzehnte zurück und durch die verschiedenen Einigungen, die in früheren Epochen erzielt wurden, vorwärts. In Phantoms of a Beleaguered Republic geht es um den Zusammenbruch von Vereinbarungen und die bleibenden Schwachstellen einer Verfassung, die der administrativen Macht kaum Beachtung schenkte. Anstatt einfach nur über Trump herzuziehen, bieten die Autoren eine reichhaltige historische Perspektive auf die Konflikte, die seine Präsidentschaft erschüttert haben, und sie erklären, warum die Phantomzwillinge, wenn sie nicht gezähmt werden, die amerikanische Regierung weiter auseinanderreißen werden. In dieser erweiterten Taschenbuchausgabe gehen sie nun auf den turbulenten Übergang zwischen Trump und Biden ein und reflektieren allgemeiner über die Probleme der präsidialen Demokratie im heutigen Amerika.