
Physiological Responses to Intermittent Hypoxia in Humans
Seit kurzem haben Ausdauersportler und Höhenbergsteiger Zugang zu kommerziell erhältlichen, tragbaren normobaren Hypoxiekammern. Intermittierende Hypoxieexpositionen in diesen Kammern können ähnliche Anpassungen hervorrufen, wie sie bei der Akklimatisierung an die Höhe zu beobachten sind.
Die Hersteller dieser Systeme behaupten, dass intermittierende Expositionen ähnliche Anpassungen hervorrufen können, wie sie als Reaktion auf die Hypoxie in großer Höhe beobachtet werden. In der wissenschaftlichen Literatur gibt es jedoch keine Berichte darüber, dass nach wiederholten Episoden in den tragbaren Kammern eine ventilatorische Akklimatisierung oder Veränderungen der zerebrovaskulären Dynamik auftreten. Die wichtigsten Schlussfolgerungen sind, dass eine intermittierende normobare hypoxische Intervention, die aus fünf aufeinanderfolgenden nächtlichen Expositionen in einer simulierten Höhe von 4300 m besteht, Störungen in den akuten zerebrovaskulären und ventilatorischen Reaktionen sowohl auf Hypoxie als auch auf Hyperkapnie hervorruft, die den Veränderungen nach chronischer Höhenexposition ähnlich sind.
Die individuelle Variabilität bei intermittierender Hypoxie kann sich auf die Geschwindigkeit des Akklimatisierungsprozesses auswirken. Das Ausmaß der physiologischen und symptomatischen Reaktionen auf intermittierende Hypoxie hängt wahrscheinlich mit dem Schweregrad der Hypoxie sowie mit der Dauer und Anzahl der wiederkehrenden Hypoxieepisoden zusammen.