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Pietas Austriaca: Austrian Religious Practices in the Baroque Era
Pietas Austriaca ist eine bahnbrechende Studie über die Beziehung zwischen religiösen Überzeugungen und Praktiken und der politischen Kultur der Habsburger vom Ende des Mittelalters bis ins frühe zwanzigste Jahrhundert.
In diesem bahnbrechenden Werk, das ursprünglich 1959 veröffentlicht wurde, untersucht Anna Coreth die Art und Weise, wie der katholische Glaube an die Macht der Eucharistie, des Kreuzes, der Jungfrau Maria und der Heiligen für die habsburgischen Herrscherhäuser in Österreich und Spanien entscheidend war. Coreth analysiert, wie führende habsburgische Herrscher der frühen Neuzeit wie Rudolf I., Ferdinand I., II.
und III., Maria Theresia und Joseph II. katholische Sakramente, Rituale und Symbole nutzten, um ein Gefühl der Identität und ein politisches Ziel für ihre weit verstreuten Besitzungen in Europa zu schaffen. Sie zeigt außerdem, wie diese katholische Kultur auf frühere Modelle frommer katholischer Herrscher zurückgriff, insbesondere auf das Andenken Rudolfs, und erörtert die Bedeutung dieser besonderen Art katholischer Frömmigkeit in der Auseinandersetzung mit dem Protestantismus in der Zeit der Gegenreformation und in der Begegnung mit dem muslimischen Türkenreich.
Coreth erweitert ihre Studie, um die unzähligen Möglichkeiten zu erörtern, wie diese religiöse Kultur die österreichische Gesellschaft im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert weiterhin beeinflusste. Pietas Austriaca ist eine Meisterleistung, die eine fachkundige soziale, kulturelle, geschlechtsspezifische und intellektuelle Analyse der politischen und religiösen Landschaft eines der wichtigsten Reiche und führenden dynastischen Häuser Europas vereint.