Bewertung:

Das Buch „In the Room Where It Happens“ bietet eine aufschlussreiche und detaillierte Erforschung der Arbeit der Dramatiker Tom Stoppard und Harold Pinter aus der Perspektive des Regisseurs Carey Perloff. Das Buch wird für seine gründliche Recherche, die persönlichen Anekdoten und den fesselnden Schreibstil gelobt, was es für jeden, der mit Theater zu tun hat, sehr wertvoll macht.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und aufschlussreich
⬤ ansprechend für Schauspieler, Dramaturgen und Designer
⬤ bietet persönliche Erfahrungen mit renommierten Dramaturgen
⬤ beleuchtet den gemeinschaftlichen Prozess des Theaters
⬤ bietet fachkundige Anleitung und Problemlösungsstrategien
⬤ ein bedeutender Beitrag zur Theaterwissenschaft.
Einigen Lesern könnte es an theoretischen Inhalten mangeln; für diejenigen, die mit den Werken von Stoppard und Pinter nicht vertraut sind, könnte es weniger ansprechend sein.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Pinter and Stoppard: A Director's View
Man kann argumentieren, dass Harold Pinter (1930 - 2008) und Tom Stoppard (geb. 1937) die zentralen Figuren des englischsprachigen Theaterschaffens des 20. Es wird jedoch allgemein angenommen, dass sie an entgegengesetzten Enden des ästhetischen, theatralischen und politischen Spektrums stehen.
Diese faszinierende Studie zeigt, dass durch die Betrachtung dieser scheinbar so unterschiedlichen Zeitgenossen nebeneinander und im Kontext des Proberaums neue Erkenntnisse über ihre Arbeit gewonnen, überraschende Verbindungen hergestellt und erhellende Gegensätze aufgedeckt werden können.
Die renommierte Theaterregisseurin Carey Perloff hat bei zahlreichen Gelegenheiten sowohl mit Pinter als auch mit Stoppard zusammengearbeitet und ein Verständnis dafür entwickelt, wie man ihre Stücke durch praktische und analytische Mittel in Zusammenarbeit mit den Schriftstellern erschließen kann. In diesem Buch beschreibt sie:
enthält Spielregeln für die Inszenierung ihrer Werke, die direkt aus ausführlichen Gesprächen mit Pinter und Stoppard stammen.
stützt sich auf Probennotizen aus ihrer Zusammenarbeit mit den beiden.
Untersucht Ansätze zur Besetzung, Gestaltung, Drehbuchanalyse und Probentechnik, neben vielen anderen Aspekten, bei der Inszenierung der Werke dieser beiden Autoren.
Zeigt die Art der Zusammenarbeit zwischen Regisseur und Dramaturg, Regisseur und Schauspielern, Regisseur und Ausstattern auf.
Enthält Fallstudien zu einigen ihrer wichtigsten Stücke in spezifischen Produktionen, darunter Pinters The Birthday Party, Old Times, The Homecoming und Celebration sowie Stoppards Indian Ink, Rock 'n' Roll und The Invention of Love.
Bietet eine weibliche Perspektive auf die Arbeit in einer von Männern dominierten Branche.
Bietet eine amerikanische Perspektive auf die Darstellung der "Britishness" in diesen Werken und wie diese inszeniert werden kann, insbesondere in einem amerikanischen Kontext.
Der Leser erhält eine Reihe von Werkzeugen, um sich dem Werk von Pinter und Stoppard in einer Aufführungsumgebung zu nähern - sei es als Regisseur, Schauspieler, Bühnenbildner oder Kritiker - und eine Möglichkeit, dem Publikum die Geheimnisse der Stücke zu entlocken.
30 Jahre nach dem Erscheinen der ersten großen Kritiken zu beiden Dramatikern ist es an der Zeit, den einzigartigen Beitrag ihrer Werke im 21. Jahrhundert neu zu untersuchen.