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Plantations and Death Camp: Religion, Ideology, and Human Dignity
Die historische Theologin Beverly Mitchell untersucht einige der ungeheuerlichsten Übergriffe auf Menschen in der Neuzeit, um nicht nur die Wurzeln rassischer und ethnischer Unterdrückung zu ergründen, sondern auch das unantastbare Herz der Menschenwürde, das sich in diesem Leid offenbart. Mitchell befasst sich in seinem Werk mit den parallelen Unterdrückungen, denen Afroamerikaner in der Sklavenzeit und Juden in der Nazizeit ausgesetzt waren.
Abgesehen von den vielen Ähnlichkeiten in ihrem jeweiligen Schicksal findet Mitchell eine tiefere Gemeinsamkeit in den zugrundeliegenden religiösen und ideologischen Rechtfertigungen für ihre Unterdrückung und den zugrundeliegenden, dynamischen theologischen Merkmalen der beiden. Noch auffälliger ist das starke Bekenntnis zur eigenen Würde angesichts dieser Unterdrückung, eine Behauptung, auf der Mitchell ihre theologische Anthropologie aufbaut. Sie findet wichtige gemeinsame „Lektionen darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein in einer Welt, in der Diskriminierung, Entfremdung und Misshandlung zwischen Menschen tägliche Begleiter sind“.
Wir leben in einer Zeit grassierender Gewalt und weit verbreiteter Verstöße gegen die Menschenwürde. Mitchells Arbeit ruft uns zurück zu den tiefsten Wurzeln der Menschenwürde und der Solidarität, die sie aufrechterhält.