
Planning for Water Security in Southeast Asia: Community-Based Infrastructure During the Urban Transition
Dieses Projekt konzentriert sich auf einen der wesentlichen Faktoren lokaler demokratischer Prozesse. In öffentlichen, wissenschaftlichen und politischen Debatten dreht sich die Diskussion über partizipative Demokratie allzu oft um Wahlrechte, formale Regierungsverfahren und andere relativ abstrakte Prozesse. Diese Sichtweise ist zwar wichtig, kann aber oft die sehr unmittelbaren und materiellen Belange von Bürgern, Stadtbewohnern und anderen, die gleichzeitig "Bürger" von Gemeinschaften unterschiedlicher geografischer Größe sind, verdecken, wenn es beispielsweise um die Straßen geht, auf denen sie fahren, den Strom, den sie verbrauchen, die Schulen, die sie besuchen, und das Wasser, das sie nutzen. Ziel dieses Buches ist es, die täglichen städtischen Infrastrukturbedürfnisse der Bürger zu untersuchen, insbesondere im Kontext eines raschen Wachstums, und so einen Einblick in die umfassendere Problematik der Beteiligung an Governance, Entwicklung und Zukunftsvisionen zu geben.
Die zentrale Prämisse des Buches und die wichtigste Lehre für die Leser ist, dass öffentliche Arbeiten und Infrastrukturen das Rückgrat demokratischer Prozesse sind und dass demokratische Prozesse auf der lokalen Ebene beginnen. Ohne sie verblasst der Prozess des kollektiven Regierens jenseits der Unmittelbarkeit des täglichen Lebens. Der Prozess der Konzeption, der Finanzierung, des Baus, der Nutzung und des Abbruchs großer materieller Projekte wie Brücken, Abwassersysteme und Wasserversorgungssysteme an bestimmten Orten ist einerseits ein wichtiges technisches und gestalterisches Problem. Andererseits sind sie die physischen Manifestationen sozialer, politischer und wirtschaftlicher Beziehungen, die sich in der Gesellschaft widerspiegeln, wie der berühmte Urbanist Lewis Mumford einmal feststellte (1937). Das Ausmaß, in dem Gemeinden physische Infrastrukturen bauen und welche Arten von Infrastrukturen sie bauen, sagt viel darüber aus, wie sich diese Gemeinden organisieren. Gleichzeitig beeinflussen die formellen und informellen Loyalitäten und Beziehungen innerhalb einer Gemeinschaft die Art der gebauten Umwelt und Infrastruktur, die sie erhalten.
Unter dieser Prämisse beschreibt das Buch mehrere Fallstudien aus Südostasien, die die Einbettung von Governance-Strukturen in die gebaute Infrastruktur veranschaulichen, um die Leser zu ermutigen, sich mit den materiellen, gebauten Umweltanteilen zu befassen, die mit partizipatorischer Demokratie verbunden sind, sowie mit der Bedeutung demokratischer Partizipation bei der Planung, dem Bau und der Verwaltung von städtischen Großprojekten.