Bewertung:

Das Buch untersucht den historischen Kontext und die Auswirkungen der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in der Rechtssache Plessy gegen Ferguson, beschreibt die gesellschaftliche Haltung nach dem Bürgerkrieg und das Erbe der Rassentrennung. Das Buch bietet eine reichhaltige Erzählung mit biografischen Einblicken und einer zum Nachdenken anregenden Analyse.
Vorteile:Schnelle Lieferung, bester Preis, reichhaltiges und wertvolles historisches Werk, konsequente, zum Nachdenken anregende Analyse, einschließlich biografischer Skizzen, bietet einen klaren Kontext des Plessy-Falls und seiner Auswirkungen auf die amerikanische Gesellschaft.
Nachteile:Einige Leser könnten die historische Darstellung als schwer oder komplex empfinden; für diejenigen, die mit dem Thema nicht vertraut sind, ist sie weniger zugänglich.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Plessy v. Ferguson: Race and Inequality in Jim Crow America
Sechs Jahrzehnte bevor Rosa Parks ihren schicksalhaften Bus bestieg, versuchte ein anderer Reisender im tiefen Süden, einen Schlag gegen die Rassendiskriminierung zu führen - und scheiterte letztlich an diesem Ziel, was zu der bahnbrechenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von 1896 in der Rechtssache Plessy v. Ferguson führte. Nun schildert Williamjames Hull Hoffer anschaulich die Ursprünge, den Rechtsstreit, die Urteile und die Folgen dieses berüchtigten Falles.
Als Reaktion auf die Verabschiedung des Louisiana Separate Car Act von 1890, der "gleiche, aber getrennte Unterbringung" in öffentlichen Verkehrsmitteln vorschrieb, beschloss eine Gruppe namens Committee of Citizens, dessen Verfassungsmäßigkeit anzufechten. Zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt und an einem vorher festgelegten Ort bestieg Homer Plessy im Namen des Komitees einen für Weiße reservierten Zugwaggon, gab seine nicht-weiße Rassenidentität bekannt und wurde sofort verhaftet. Die anschließenden juristischen Beratungen führten schließlich zu der 7:1-Entscheidung des Gerichtshofs in der Rechtssache Plessy, die sowohl das Gesetz von Louisiana als auch die Polizeibefugnisse des Staates bestätigte. Es trug auch zur Schaffung eines Jim-Crow-Systems bei, das bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein Bestand haben sollte, bis Brown v. Board of Education im Jahr 1954 und andere Fälle dazu beitrugen, es aufzuheben.
Hoffers gut lesbare Studie fasst frühere Arbeiten zu diesem bahnbrechenden Fall zusammen und wirft gleichzeitig ein neues Licht auf das Verfahren und die oft vernachlässigten historischen Zusammenhänge. Von den Straßen des Faubourg Trem-Viertels in New Orleans bis zu den Gerichtssälen des Obersten Gerichtshofs haucht er den gegnerischen Kräften neues Leben ein und seziert ihre Argumente, um einen der wichtigsten, umstrittensten und gesellschaftlich aufschlussreichsten Fälle des amerikanischen Rechts zu klären. Er konzentriert sich besonders auf die Entscheidung von Richter Henry Billings Brown, dass die im Gesetz enthaltene Bedingung "gleich, aber getrennt" ein ausreichender verfassungsrechtlicher Standard für Gleichheit sei, und auf die klassische Gegenstimme von Richter John Marshall Harlan, in der er erklärte: "Unsere Verfassung ist farbenblind und kennt oder duldet keine Klassen unter ihren Bürgern".
Hoffers fesselnde Rekonstruktion beleuchtet die Kontroversen und Auswirkungen von Plessy v. Ferguson für eine neue Generation von Studenten und anderen interessierten Lesern. Sie würdigt auch eine Gruppe wenig bekannter Helden aus dem tiefen Süden, denen es nicht gelang, die Flut der Rassentrennung aufzuhalten, die aber dennoch den Grundstein für ein weniger geteiltes Amerika legten.