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Poetics of Dance: Body, Image, and Space in the Historical Avant-Gardes
Bereits bei seinem Erscheinen in Deutschland im Jahr 1995 galt Poetik des Tanzes als bahnbrechende Publikation, die erstmals die Beziehungen zwischen der Entstehung des modernen Tanzes, den neuen Entwicklungen in der bildenden Kunst und der Erneuerung von Literatur und Drama in Form von avantgardistischen Theater- und Bewegungsproduktionen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts untersucht. Jahrhunderts. Die Autorin Gabriele Brandstetter stellte in diesem Buch nicht nur eine Beziehung zwischen Tanz und kritischer Theorie her, sondern auch eine umfassende interdisziplinäre Methodologie, die schnell in anderen Forschungsbereichen der Tanzwissenschaft Fuß fasste.
Das Buch befasst sich mit dem Tanz zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der Zeit, in der der moderne Tanz begann, sich radikal von der Ästhetik des klassischen Balletts zu lösen. Brandstetter zeichnet die Verbindung des modernen Tanzes mit neuen Innovationen und Trends in der bildenden und literarischen Kunst nach und argumentiert, dass der moderne Tanz tatsächlich das herausragende Symbol der Moderne ist. Wie Brandstetter zeigt, entfaltete sich die ästhetische Erneuerung des Tanzvokabulars, die von modernen Tänzern auf beiden Seiten des Atlantiks - Isadora Duncan und Loie Fuller, Valeska Gert und Oskar Schlemmer, Vaslav Nijinsky und Michel Fokine - betrieben wurde, in neuen Ideen über Geschlecht und Subjektivität in den Künsten im Allgemeinen und spiegelte so die moderne Lebenserfahrung und das Selbstverständnis des Einzelnen als Individuum wider.
Insgesamt stellt das Buch einen wichtigen Beitrag zur Theorie der Moderne dar.