Bewertung:

Das Buch „Pogrom: Kishinev and the Tilt of History“ von Steven J. Zipperstein bietet eine wissenschaftliche und eingehende Analyse des Pogroms von Kishinev und seiner historischen Bedeutung anhand umfangreicher Recherchen und einzigartiger Quellen. Er untersucht die Auswirkungen des Pogroms auf die jüdische Geschichte und seinen Einfluss auf den frühen Zionismus, obwohl einige Leser die Struktur und den Schreibstil als unzureichend empfinden. Während viele die wertvollen Beiträge des Buches zum Verständnis des Antisemitismus und der jüdischen Geschichte anerkennen, kritisieren andere, es sei schlecht organisiert, langweilig und enthalte Abschweifungen, die von der Haupterzählung ablenken.
Vorteile:** Gründlich und gut recherchiert, bietet es neue Erkenntnisse über das Pogrom von Kischinew. ** Verwendet einzigartige Quellen, die bisher noch nicht untersucht worden sind. ** Bietet einen wichtigen historischen Kontext in Bezug auf die jüdische Geschichte und den Antisemitismus. ** Fesselt den Leser mit profunden Ideen und analytischer Tiefe.
Nachteile:** Schlecht gegliedert und aufgrund von Wiederholungen und Abschweifungen bisweilen ermüdend. ** Das Pogrom selbst wird nicht im Detail behandelt, sondern von Diskussionen über nicht verwandte Ereignisse und Personen überschattet. ** Kritisiert wird, dass es schlecht geschrieben ist und lange, ausschweifende Sätze enthält. ** Enthält Widersprüche und mangelnde Klarheit in der narrativen Struktur.
(basierend auf 30 Leserbewertungen)
Pogrom: Kishinev and the Tilt of History
Die Nachwirkungen des Amoklaufs von Kischinew, der im April 1903 im spätzaristischen Russland ausbrach, waren so erschütternd, dass ein Historiker feststellte, er sei "nichts weniger als ein Prototyp für den Holocaust selbst". In den drei Tagen der Gewalt wurden 49 Juden getötet und 600 vergewaltigt oder verwundet, während mehr als 1.000 Häuser und Geschäfte, die Juden gehörten, geplündert und zerstört wurden.
Die vorösterlichen Angriffe, über die Zeitungen in der ganzen westlichen Welt in reißerischen Details berichteten und über die die amerikanische Hearst-Presse sensationell berichtete, erregten die Phantasie einer internationalen Öffentlichkeit, wurden schnell zum Prototyp dessen, was als "Pogrom" bekannt werden sollte, und gaben den Anstoß für so unterschiedliche Bemühungen wie die Protokolle der Weisen von Zion und die NAACP. Das umfassende Buch des renommierten Historikers Steven J.
Zipperstein, der neue Beweise aus Russland, Israel und Europa zusammengetragen hat, bringt historische Einsicht und Klarheit in ein viel missverstandenes Ereignis, das das jüdische Leben des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus so sehr verändern sollte.