Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende und fesselnde Analyse der Punkrock-Szene in Washington von 1978 bis 1983, wobei die wichtigsten Bands und der soziopolitische Kontext, der ihre Musik geprägt hat, hervorgehoben werden. Es verbindet akademische Erforschung mit zugänglicher Erzählung, was es sowohl für Wissenschaftler als auch für Gelegenheitsleser, die sich für die Punk-Kultur interessieren, attraktiv macht.
Vorteile:Der Autor bietet eine eingehende und fesselnde Untersuchung der Punkrock-Szene in Washington, einschließlich detaillierter Erörterungen einflussreicher Bands und ihrer kulturellen Bedeutung. Der Schreibstil ist klar und fesselnd und macht komplexe Theorien auch für Laien verständlich. Das Buch enthält ausführliche Zitate von prominenten Persönlichkeiten der Szene, die die Erzählung bereichern und ein differenziertes Verständnis vermitteln. Außerdem wird die Musik in den Kontext breiterer sozialer Themen wie Klasse, Ethnie und Männlichkeit gestellt.
Nachteile:Einige Leser werden die akademische Sprache und die ausführliche sozialtheoretische Analyse als Herausforderung empfinden, insbesondere diejenigen, die mit der Terminologie nicht vertraut sind. Die Autorin versucht zwar, komplexe Ideen zugänglich zu machen, aber die dichteren Abschnitte könnten sich für manche Laien dennoch überwältigend anfühlen. Die starke Fokussierung auf die Theorie könnte diejenigen ablenken, die in erster Linie eine unkomplizierte Geschichte der Musik und ihrer Künstler suchen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Politics as Sound: The Washington, DC, Hardcore Scene, 1978-1983
Der kompromisslose und innovative Hardcore-Punk in Washington, DC, brachte einen neuen Sound hervor und nährte eine lebendige Subkultur, die sich an ein bestimmtes Segment der Jugend der Stadt richtete.
Shayna L. Maskell erkundet die Hardcore-Szene in Washington DC während ihrer kurzen, aber sagenhaften Blütezeit.
Angeführt von Bands wie Bad Brains und Minor Threat entfaltete der Hardcore in der Hauptstadt des Landes eine Musik, die ebenso wütend und laut wie schnell und minimalistisch war. Maskell untersucht die Ästhetik der Musik und den einzigartigen Einfluss der soziopolitischen Gegebenheiten in Washington auf den Sound und die entstandene Szene. Wie sie zeigt, verschmolzen Aspekte der Musikstruktur mit der Art und Weise, wie die Bands sie aufführten, um unterschiedliche Darstellungen von Ethnie, Klasse und Geschlecht zu vermitteln.
Doch diese Darstellungen konnten ebenso kompliziert und widersprüchlich sein, wie sie explizit waren. Politics as Sound ist eine faszinierende Analyse einer Punkrock-Hochburg und erzählt die Geschichte, wie eine Generation Musik schuf, die Politik und Macht produzierte - und sich dagegen wehrte.