
Politics at a Distance from the State: Radical and African Perspectives
Jahrzehntelang setzten die meisten antikapitalistischen und antiimperialistischen Bewegungen radikalen Wandel mit der Eroberung der Staatsmacht gleich.
Der Zusammenbruch staatlicher Projekte in den 1970er Jahren förderte sowohl den Neoliberalismus als auch eine globale Krise der linken und Arbeiterpolitik. Er öffnete aber auch den Raum für die Wiederentdeckung demokratischer, gesellschaftszentrierter und antikapitalistischer Formen des Wandels von unten nach oben, die in Distanz zum Staat agieren. Diese wiederauflebende Alternative hat die Zapatisten in Mexiko, Rojava in Syrien, Occupy sowie unabhängige Gewerkschaften und Kämpfe um Sparmaßnahmen, Land und die Stadt weltweit beeinflusst. Zu ihren Wurzeln gehören Anarchismus, Syndikalismus, autonomer Marxismus, Philosophen wie Alain Badiou und die populäre Praxis.
Dieser bahnbrechende Band trägt zur Wiederbelebung dieser einst verdrängten Politik bei, wobei der Schwerpunkt auf Südafrika und Simbabwe liegt. Er enthält ein Dossier mit Texten aus einem Jahrhundert von Anarchisten, Syndikalisten, radikalen Gewerkschaftern und Anti-Apartheid-Aktivisten in Südafrika. Das Buch entstand auf einem afrikanischen Gipfeltreffen von Gelehrten, sozialen Bewegungen und Anti-Apartheid-Veteranen.
Das Buch enthält auch ein Vorwort von John Holloway.