
Pop Empires: Transnational and Diasporic Flows of India and Korea
Zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts sind die Herausforderungen für die globale Hegemonie der US-Kultur deutlicher denn je. Zwei der Konkurrenten, die um die Herzen, Köpfe, Bandbreiten und Geldbeutel der weltweiten Kulturkonsumenten (vor allem der Populärkultur) wetteifern, sind Indien und Südkorea.
"Bollywood" und "Hallyu" konkurrieren zunehmend mit "Hollywood" - entweder ersetzen sie es oder füllen eine Lücke an Orten, an denen es nie die Oberhand hatte. Dieser kritische, multidisziplinäre Sammelband stellt die Medienlandschaften Indiens (Standort von Bollywood), Südkoreas (Quelle von Hallyu, auch bekannt als Koreanische Welle) und der Vereinigten Staaten (Standort von Hollywood) in einen vergleichenden Dialog, um die transnationalen Ströme von Technologie, Kapital und Arbeit zu untersuchen. Es wird gefragt, welche politischen und wirtschaftlichen Verschiebungen stattgefunden haben, die Indien und Südkorea zu wichtigen alternativen Knotenpunkten der technokulturellen Produktion, des Konsums und der Anfechtung machen.
Durch die Anwendung vergleichender Perspektiven und mobiler Methoden und die Verknüpfung von Populärkultur mit den Industrien, die sie produzieren, sowie mit den Industrien, die sie unterstützen, stellt Pop Empires eine Verbindung zwischen Filmen, Musik, Fernsehserien, Starruhm und Fandom, Nationenbildung, diasporischer Identitätsbildung und transnationalem Kapital und Arbeit her. Anhand der Gegenüberstellung von Bollywood und Hallyu, die nicht nur als Synonyme für nationale Zugehörigkeit, sondern auch als diskursive Fallstudien dienen, untersuchen die Autoren, wie Populärkultur mit Ethnie, Geschlecht und Imperium im Zusammenhang mit der globalen Bewegung von Menschen, Waren und Ideen zusammenhängt.