Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Untersuchung der Pornografie und beleuchtet ihre Auswirkungen auf Produzenten, Konsumenten und Opfer aus einer feministischen Perspektive. Es wirft zwar kritische Fragen auf und bietet Einblicke, aber einige Leser finden es repetitiv und zu akademisch.
Vorteile:Eine gründliche Untersuchung der Pornografie, informativ und relevant für ein breites Publikum, die verschiedene Perspektiven einbezieht und jedem empfohlen wird, unabhängig von seiner Einstellung zum Thema.
Nachteile:Der Schreibstil ist akademisch und für manche Leser möglicherweise schwer zu lesen, und Kritiker finden, dass es im Vergleich zu früheren Werken zu diesem Thema an neuen Erkenntnissen mangelt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Pornography: The Production and Consumption of Inequality
Erstmals 1998 veröffentlicht. Kein anderes Thema hat die feministische Bewegung in den letzten zwei Jahrzehnten so gespalten wie die Pornographie. Indem sie das erste Buch vorlegen, das sich mit einer empirischen Untersuchung der Pornographie-Industrie selbst beschäftigt, gehen die Autorinnen - alle aus der radikalfeministischen Anti-Pornographie-Bewegung - über das rhetorische Bombardement einer oft polarisierten Debatte hinaus.
Die Autorinnen nehmen eine systematische Untersuchung der Politik, der Produktion, des Inhalts und des Konsums zeitgenössischer heterosexueller Massenpornografie vor und tragen so zu einem umfassenderen Verständnis der Rolle der Pornografie bei der kulturellen Konstruktion von Geschlecht, rassischen und sexuellen Identitäten und Beziehungen bei. Sie beginnen mit einem Überblick über die soziale und politische Geschichte der feministischen Anti-Pornografie-Bewegung und die Debatte über Pornografie innerhalb des Feminismus. Dann gehen sie auf die verschiedenen rhetorischen Ausweichmanöver ein - definitorische, rechtliche und kausale -, die dazu dienen, die Tatsache zu verzerren, dass die institutionalisierte Pornografie dazu beiträgt, die sexuelle und soziale Unterdrückung von Frauen in einem patriarchalen System aufrechtzuerhalten.
Das Buch untersucht die Anfänge der kommerziellen Pornografieindustrie und konzentriert sich dabei zum Teil auf die Geschichte des Playboy-Magazins. Es analysiert auch den Inhalt zeitgenössischer Videos für den Massenmarkt. Dines, Jensen und Russo argumentieren, dass die Sexualideologie des Patriarchats Herrschaft und Unterwerfung erotisiert, wobei die Pornografie eine bedeutende Rolle dabei spielt, wie diese Werte in der amerikanischen Gesellschaft vermittelt und normalisiert werden. Sie erörtern die Auswirkungen der Pornografie auf das Leben derjenigen, die sie nutzen, und derjenigen, gegen die sie eingesetzt wird. Auf diese Weise hoffen die Autoren, einen Beitrag zur Schaffung einer Welt zu leisten, in der Sex nicht ein Ort der Unterdrückung, sondern der Befreiung ist.