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Postcolonialisms: An Anthology of Cultural Theory and Criticism
Diese umfangreiche und durchdacht organisierte Anthologie versammelt siebenunddreißig Aufsätze, die dazu beigetragen haben, das Studium kolonialer und postkolonialer Kulturen zu definieren, und bietet einen aktuellen und detaillierten Überblick über dieses sich rasch entwickelnde Gebiet.
Kanonische Artikel, die meisten davon ungekürzt, erforschen die Schlüsselthemen des Postkolonialismus - Macht und Wissen -, während Artikel von zeitgenössischen Wissenschaftlern die Disziplin erweitern und Diskussionen über die Entdeckung der Neuen Welt, indianische und indigene Identitäten in Lateinamerika und im Pazifik, Siedlerkolonien in Afrika und Australien, den englischen Kolonialismus in Irland und den Feminismus in Nigeria und Ägypten einschließen. Die Einbeziehung eines breiten Spektrums von Geschichten und Theorien zeugt von vielfältigen, sogar konkurrierenden Postkolonialismen, während die geschickte Gliederung des Bandes eine nützliche Karte des Feldes im Hinblick auf erkennbare Muster, gemeinsame Familienähnlichkeiten und gemeinsame Genealogien liefert.
Das Buch ist in neun Abschnitte unterteilt: Ideologien des Imperialismus, Die Kritik des kolonialen Diskurses, Die Politik der Sprache und Literaturwissenschaft, Nationalismen und Nativismen, Hybride Identitäten, Gender und Sexualitäten, Lesen der Subalternen, Vergleichende (Post)Kolonialismen sowie Globalisierung und Postkolonialität. Ausführliche Einführungen zu jedem Abschnitt dienen dazu, Schlüsselthemen zu entwickeln, Debatten anzuregen und die vielfältigen Stimmen, die zum Thema beitragen, zu kontextualisieren.
Dieser Sammelband ist die bisher überzeugendste und lehrreichste Sammlung postkolonialer Texte und eignet sich gleichermaßen für Studierende und erfahrene Wissenschaftler.