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Postmodernism in Pieces: Materializing the Social in U.S. Fiction
Postmodernism in Pieces ist ein Postmortem des vielleicht umstrittensten Paradigmas der Literaturwissenschaft. Nach einem kritischen Konsens, der den Tod der Postmoderne verkündet hat, zerlegt Matthew Mullins sie in ihre grundlegendsten Orthodoxien und setzt sie im Lichte der jüngsten theoretischen Entwicklungen in der Actor-Network-Theory, der objektorientierten Philosophie, des neuen Materialismus und des Posthumanismus Stück für Stück wieder zusammen.
In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Postmoderne unter dem Gewicht genau der Phänomene zusammengebrochen, die sie zu dekonstruieren versuchte: Sprache, Weißsein, Männlichkeit, Klasse, die Akademie. Die Umdeutung dieser Kategorien in soziale Konstrukte hat wenig dazu beigetragen, ihre materiellen Auswirkungen zu mildern.
Anhand detaillierter Analysen von Alltagsgegenständen in Romanen von Leslie Marmon Silko, Toni Morrison, Jonathan Lethem, John Barth, David Foster Wallace, Don DeLillo und Julia Alvarez argumentiert Mullins, dass das, was die Fiktion postmodern macht, ihre Weigerung ist, „soziale“ Erklärungen für die Probleme einer bestimmten Kultur zu akzeptieren, und ihre Tendenz, stattdessen alltägliche Dinge und Menschen als Bestandteile größerer Netzwerke zu untersuchen. Das Ergebnis ist eine neue Geschichte der Postmoderne, eine, die die Postmoderne als Ausgangspunkt für eine neue Art der Literaturgeschichte und nicht als Endpunkt der Moderne begreift.