Prager Panoramen: Das nationale Gedächtnis und der sakrale Raum im zwanzigsten Jahrhundert

Bewertung:   (3,5 von 5)

Prager Panoramen: Das nationale Gedächtnis und der sakrale Raum im zwanzigsten Jahrhundert (Cynthia Paces)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet eine Einführung in die Geschichte und Kultur Prags und ist daher für diejenigen geeignet, die sich auf einen Besuch vorbereiten. Während einige Leser es unterhaltsam und informativ finden, könnte es nur für diejenigen interessant sein, die Verbindungen zur Stadt haben, und es wird nicht allgemein als Pflichtlektüre angesehen.

Vorteile:

Bietet eine gute Einführung in die Geschichte und Kultur Prags
geeignet für Besucher
klarer Text
einige Abschnitte können als Reiseführer dienen
aufschlussreich für diejenigen, die mit der Stadt vertraut sind.

Nachteile:

Keine Pflichtlektüre für jedermann
für diejenigen, die keine vorherigen Verbindungen zu Prag haben, vielleicht nicht fesselnd
etwas enger Fokus auf Fachleute für öffentliche Geschichte.

(basierend auf 3 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Prague Panoramas: National Memory and Sacred Space in the Twentieth Century

Inhalt des Buches:

Prag-Panoramen untersucht die Entstehung des tschechischen Nationalismus anhand von Denkmälern, Gebäuden, Festen und Protesten im öffentlichen Raum der Stadt während des 20. Diese "Stätten der Erinnerung" waren Versuche bürgerlicher, religiöser, kultureller und politischer Kräfte, ein kohärentes Selbstverständnis für ein Land und ein Volk zu schaffen, das von Krieg, ausländischer Besatzung und internen Konflikten gezeichnet war.

Die Tschechen kämpften während der gesamten Neuzeit um die Definition ihrer nationalen Identität. Prag, die Hauptstadt eines vielfältigen Gebiets, in dem Tschechen, Slowaken, Deutsche, Polen, Ruthenen und Roma sowie verschiedene religiöse Gruppen wie Katholiken, Protestanten und Juden leben, wurde zum Mittelpunkt der tschechischen Vorherrschaft in der Region und ihrer Identität. Diese Kämpfe äußerten sich häufig in gewalttätigen Handlungen wie der Zerstörung religiöser Denkmäler oder der erzwungenen Segregation und Beinahe-Ausrottung von Juden.

Im zwanzigsten Jahrhundert wurde Prag zunehmend säkularer, doch die führenden Politiker beriefen sich weiterhin auf religiöse Figuren wie Jan Hus und den Heiligen Wenzel als Symbole des tschechischen Erbes. Vor allem Hus wurde zu einem Paladin im Kampf um die tschechische Unabhängigkeit vom Habsburger Reich und dem österreichischen Katholizismus.

Anhand ihrer umfangreichen Archivrecherchen und persönlichen Feldforschung bietet Cynthia Paces einen Panoramablick auf Prag als Wiege der tschechischen nationalen Identität, der durch eine Vielzahl von Erinnerungsorten und -objekten vermittelt wird. Vom gotischen Veitsdom über die von der kommunistischen Partei rekonstruierte Bethlehem-Kapelle von Jan Hus bis hin zur Selbstverbrennung des Studenten Jan Palach im Jahr 1969 aus Protest gegen die sowjetische Besatzung und zur Hoskova-Tafel, die an die Deportation der Juden aus Josefov während des Holocausts erinnert, zeigt Paces die Ikonographie auf, die für die Bildung eines kollektiven Gedächtnisses und die Bedeutung des Tschechisch-Seins unabdingbar ist. Wie ihre Studie zeigt, ist diese Bedeutung noch immer nicht klar definiert, und die Suche nach Identität dauert bis heute an.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780822960355
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2009
Seitenzahl:352

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