
Prevention in Mental Health: From Risk Management to Early Intervention
Das Buch fasst die miteinander verknüpften, aber unterschiedlichen Forschungsbemühungen in einem einzigen Text zusammen, um die aktuellen Erkenntnisse über Risiko und Folgen schwerer psychischer Störungen in eine präventive Perspektive zu übertragen. Das Buch stellt außerdem einen ganzheitlichen Präventionsansatz für die psychische Gesundheit vor, der biologische, psychologische und umweltbezogene Erkenntnisse kombiniert und versucht, das Risiko abzuschwächen und die Zahl der Personen mit psychischen Anfälligkeiten zu verringern, die schließlich zur Manifestation einer schweren psychischen Störung führen. Schließlich will das Buch auch die Möglichkeit aufzeigen, den auf eine einzelne Störung ausgerichteten Präventionsansatz zu überwinden und zu versuchen, eine breitere gefährdete Jugendpopulation aufzufangen, und die Bereiche der klinischen Forschung zu erkunden, auf die sich die künftigen Bemühungen konzentrieren müssen.
Psychische Probleme treten am häufigsten beim Übergang von der Kindheit zum jungen Erwachsenenalter auf und betreffen bis zu 20 % der Jugendlichen. Die Hälfte derjenigen, die derartige Schwierigkeiten entwickeln, erleben bis zum Alter von 14 Jahren klinisch relevante psychische Probleme. Noch wichtiger ist, dass das Auftreten von Symptomen im Allgemeinen durch unspezifische Warnzeichen für psychosoziale Beeinträchtigungen vorweggenommen wird, die sich zu einer schweren psychischen Störung entwickeln können. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da fast jedes zweite Gesundheitsproblem, das zur globalen Krankheitslast in der Altersspanne von 0 bis 25 Jahren beiträgt, eine psychische Störung ist.
Die Suche nach Präventionsstrategien für Jugendliche hat sich in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten weiterentwickelt, wobei die unausweichliche Prodromalphase psychischer Störungen als ein Zeitraum angesehen wird, in dem der Krankheitsverlauf verlangsamt, abgeschwächt oder sogar aufgehalten werden kann. Die Paradigmen für die Umsetzung von Präventionsansätzen in der psychischen Gesundheit haben sich oft unabhängig voneinander entwickelt. Ziel dieses Buches ist es, die verfügbaren Erkenntnisse zusammenzufassen und einen Schritt in Richtung einer ausgereifteren Vision der Möglichkeiten von Förderung und Prävention in der psychischen Gesundheit zu machen.