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Pro-Life, Pro-Choice: Shared Values in the Abortion Debate
In diesem provokanten und leicht zugänglichen Buch vertritt die Autorin eine Pro-Choice-Perspektive, nimmt aber auch die Bedenken der Befürworter des Lebens über den moralischen Wert des menschlichen Fötus ernst und stellt die Frage, ob ein Fötus nicht mehr ist als "bloßes Gewebe". Sie untersucht den rechtlichen Status des Fötus in den jüngsten Personhood Amendments in den bundesstaatlichen Gesetzgebungen und in den Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs und fragt, ob Roe v. Wade sich auf die Lebensfähigkeit des Fötus oder auf die körperliche Unversehrtheit der Frau hätte konzentrieren sollen.
Manninen nähert sich der Kontroverse um den Schwangerschaftsabbruch aus verschiedenen Blickwinkeln und in unterschiedlichen ethischen Kontexten. Sie geht auf die sozialen Umstände ein, die die Entscheidung vieler Frauen für eine Abtreibung beeinflussen, und fragt, ob wir glauben, dass es gute und schlechte Gründe für eine Abtreibung gibt. Manninen befasst sich auch mit der Forderung nach Trauerritualen nach der Abtreibung für Frauen, die dies wünschen, und mit dem Versuch, in der Pro-Choice-Position Platz für die Ansichten zukünftiger Väter zu schaffen.
Die Autorin zeigt auf, wie sich die beiden Seiten gegenseitig dämonisieren, und schlägt Wege vor, wie die scheinbar unversöhnlichen Positionen einander angenähert werden können.