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Profiles of a Lost World: Memoirs of East European Jewish Life before World War II
Das 1958 erstmals in jiddischer Sprache erschienene Buch Profile einer verlorenen Welt ist eine Informationsquelle über Osteuropa vor dem Zweiten Weltkrieg und ein Prüfstein für das Verständnis eines reichen und komplexen kulturellen Umfelds. Hirsz Abramowicz (1881-1960), ein prominenter jüdischer Pädagoge, Schriftsteller und Kulturaktivist, kannte diese Welt und schrieb über sie, und seine Schriften bieten einen Augenzeugenbericht über das jüdische Leben in der ersten Hälfte des 20.
Abramowicz war Zeuge von Krieg, Revolution und großen kulturellen Veränderungen in der jüdischen Welt. Seine Essays, die zwischen 1920 und 1955 in jiddischer Sprache verfasst und veröffentlicht wurden, dokumentieren die lokale Geschichte des litauischen Judentums in ländlichen und kleinstädtischen Gegenden sowie in der Stadt Vilna - dem "Jerusalem Litauens" -, die ein wichtiges Zentrum des intellektuellen und kulturellen Lebens der osteuropäischen Juden war. Sie beleuchten das Alltagsleben der Juden und die Blüte der modernen jiddischen Kultur in Osteuropa zu Beginn des 20. Jahrhunderts und bieten eine persönliche Perspektive auf den Aufstieg der radikalen jüdischen Politik.
Die Sammlung umfasst lokale Geschichte des litauischen Judentums, Schtetl-Folklore, Beobachtungen über ländliche Berufe, jüdische Bildung und das Leben unter deutscher Besatzung während des Ersten Weltkriegs. Sie enthält auch eine Reihe von Profilen führender sozialer und intellektueller jüdischer Persönlichkeiten der Zeit des Autors, von traditionellen Gelehrten bis zu Revolutionären. Zusammengenommen bieten die Beiträge eine Mischung aus sozialer und persönlicher Geschichte und ein Fenster zu einer verlorenen Welt.