Bewertung:

Das Buch bietet eine tiefgreifende und umfassende Analyse der südafrikanischen Filmindustrie und hebt deren Bedeutung über die reine Unterhaltung hinaus hervor. Es untersucht die Auswirkungen der Branche auf die nationale Identität, die Politik, die Finanzierung und die Schaffung von Arbeitsplätzen, insbesondere im Post-Apartheid-Kontext.
Vorteile:Die gründliche Analyse der Filmindustrie hebt übersehene Aspekte Südafrikas hervor, wirft kritische Fragen zur Rolle des Kinos auf, unterstreicht die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Films, ist gut recherchiert und informativ.
Nachteile:In der Rezension werden keine spezifischen Nachteile oder Kritikpunkte des Buches erwähnt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Projecting Nation: South African Cinemas After 1994
1994, nicht lange nach dem historischen Übergang Südafrikas zu einer multirassischen Demokratie, stellte die erste schwarze Mehrheitsregierung des Landes fest, dass der Film das Potenzial hat, den sozialen Zusammenhalt zu fördern, die wirtschaftliche Entwicklung anzuregen und Arbeitsplätze zu schaffen.
Im Jahr 1999 wurde die neue Nationale Film- und Videostiftung mit der Aufgabe betraut, eine lebendige, sozial engagierte und autarke Filmindustrie zu fördern. Was sind die Ergebnisse dieser Bemühungen um die Schaffung eines wirklich nationalen Filmunternehmens? Projektion der Nation: South African Cinemas after 1994 beantwortet diese Frage, indem es untersucht, wie nationale und transnationale Kräfte die Darstellung von Ethnie und Nation in abendfüllenden Spielfilmen geprägt haben.
Die Autorin Cara Moyer-Duncan bietet eine systematische Analyse von Kinotexten im Kontext der südafrikanischen Filmindustrie. Sie analysiert sowohl bekannte Werke wie District 9 (2009) als auch vernachlässigte oder zu wenig untersuchte Filme wie My Shit Father und My Lotto Ticket (2008), um zu zeigen, wie die Art und Weise, wie Filmemacher Kino produzieren, und die Art und Weise, wie unterschiedliche Zuschauer es erleben - ob sie nun große Kinofilme in überwiegend weißen Vorstadtensenklaven oder Straight-to-DVD-Produktionen in ihren eigenen vier Wänden sehen - von den vielfältigen Erfahrungen der Südafrikaner mit der Nation in einer globalisierten Welt geprägt sind.