
Prostitution in the Eastern Mediterranean World: The Economics of Sex in the Late Antique and Medieval Middle East
Was bedeutete kommerzieller Sex im antiken und mittelalterlichen östlichen Mittelmeerraum wirklich? Dieses bahnbrechende Buch stellt viele stereotype Ansichten über die historische Praxis der Prostitution in Frage. Auf der Grundlage von zwanzig Jahren Forschung und gegliedert nach Regionen, zeichnet es die Geschichte des käuflichen Sex in den wichtigsten Zentren des spätantiken und mittelalterlichen Ostens nach, sei es in Arabien, Ägypten, Syrien oder Anatolien.
Von 300 n. Chr. bis 1500 (oder von der Herrschaft des Theodosius bis zur frühen osmanischen Zeit) untersucht Gary Leiser akribisch die verfügbaren Quellen und plädiert für eine Neubewertung des sogenannten ältesten Berufs.
Er weist darauf hin, dass sie nie verboten war, dass es eine bemerkenswerte Kontinuität zwischen christlicher und muslimischer Herrschaft gab und dass die Prostitution zu verschiedenen Zeiten als „Dienstleistungsgewerbe“ institutionalisiert wurde. Mit dem Hinweis darauf, dass die Sexarbeit im Osten ihren eigenen Charakter und ihre eigene Bedeutung hatte (z.
B. dass sie seit der Zeit Caligulas besteuert wurde und dass von den Prostituierten erwartet wurde, dass sie die Steuereinnahmen einbehielten), bringt das Buch immer wieder neue Erkenntnisse zu einem kontroversen Thema.