Bewertung:

Das Buch ist eine Sammlung von Briefen und Leichenreden des byzantinischen Historikers Michael Psellus, die einen wertvollen Kontext zu den politischen Ereignissen seiner Zeit liefern. Es beleuchtet persönliche Beziehungen und politische Dynamiken im byzantinischen Reich des 11. Jahrhunderts.
Vorteile:Die Übersetzung ist gut gelungen, mit einer ausgezeichneten Einleitung und einem Kommentar, der das Verständnis fördert. Sie fügt der byzantinischen Geschichte einen bedeutenden Kontext hinzu und zeigt die Perspektiven und Beziehungen von Psellus auf.
Nachteile:Der Rezensent erwähnt, dass Michael Psellus nicht seine Lieblingsfigur in der byzantinischen Geschichte ist, was auf eine mögliche Voreingenommenheit oder mangelnde Sympathie für seinen Charakter schließen lässt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Psellos and the Patriarchs: Letters and Funeral Orations for Keroullarios, Leichoudes, and Xiphilinos
Psellos and the Patriarchs: Letters and Funeral Orations for Keroullarios, Leichoudes, and Xiphilinos enthält Übersetzungen der Leichenreden, die Michael Psellos, der führende byzantinische Intellektuelle des elften Jahrhunderts, für die drei ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel geschrieben hat, die er am besten kannte: Michael Keroullarios (1043-1058), Konstantinos Leichoudes (1059-1063) und Ioannes Xiphilinos (1064-1075). Die Reden sind wichtige Quellen für das Leben und den Ruf dieser Patriarchen; sie sind auch eine Hauptquelle für die Bildungsreformen, die Kaiser Konstantinos IX.
Monomachos Mitte der 1040er Jahre durchführte, und für viele Ereignisse dieses turbulenten Jahrhunderts, die Psellos miterlebte, darunter Volksaufstände, Verschwörungen, Bürgerkriege und der Kampf mit den katholischen Legaten im Jahr 1054. Die Reden und Briefe, die noch nie ins Englische übersetzt wurden, werden durch eine detaillierte Analyse der historischen Beziehungen von Psellos zu den Patriarchen und eine Interpretation der Werke eingeleitet. Die Reden sind nicht nur wichtige historische Quellen: Sie sind entscheidende Beispiele für die byzantinische Rhetorik in einer Zeit des Übergangs, sondern auch Schlüsseltexte im Korpus von Psellos selbst.
Psellos nutzte sie, um seine eigene philosophische Agenda zu untermauern und allgemeinere Aussagen über Ethik und Metaphysik sowie über die Rolle des Lernens im politischen und kirchlichen Leben zu machen. Die Reden werden hier von Übersetzungen eines langen Briefes begleitet, den Psellos an Keroullarios schrieb, sowie von zwei Briefen an Xiphilinos, in denen er zentrale Aspekte seines philosophischen Projekts verteidigte.