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Pseudo-Skylax's Periplous: The Circumnavigation of the Inhabited World: Text, Translation and Commentary
Der Text des Periplous oder der "Weltumsegelung", der unter dem Namen Skylax von Karyanda überliefert ist, stammt in Wirklichkeit von einem unbekannten Autor aus dem 4. Er beschreibt die Küsten des Mittelmeers und des Schwarzen Meeres und nennt Hunderte von Städten mit geografischen Merkmalen wie Flüssen, Häfen und Bergen.
Graham Shipley zufolge handelt es sich jedoch nicht um die Aufzeichnung einer Reise oder um ein Navigationshandbuch für Seeleute. Vielmehr handelt es sich um das erste Werk der griechischen theoretischen Geografie, das in Athen in einer Zeit des intellektuellen Aufbruchs und intensiver Spekulationen über die Natur und die Dimensionen der bewohnten Welt verfasst wurde. Während andere Wissenschaftler Daten über Naturwissenschaften und politische Systeme sammelten oder rasante Fortschritte in Philosophie, Rhetorik und Kosmologie machten, sammelte der unbekannte Autor Daten über die Struktur der Länder, die an die den Griechen bekannten Meere grenzten, und stellte Entfernungen und Fahrtzeiten auf gut befahrenen Routen zusammen.
Sein Ziel war wahrscheinlich nicht weniger ehrgeizig, als die Größe der von den Griechen bewohnten Welt zu demonstrieren. Dies ist die erste vollständige Ausgabe des Periplous seit über 150 Jahren und enthält einen neu überarbeiteten griechischen Text und speziell angefertigte Karten sowie die erste vollständige englische Übersetzung.
Das Interesse an den geografischen Schriften der Antike war noch nie so groß wie heute, doch viele der wichtigsten Texte sind für diejenigen, die kein Griechisch lesen können, unzugänglich. Mit seinem relativ begrenzten Wortschatz und seiner einfachen, aber vielfältigen Syntax ist es ein nützlicher Text für diejenigen, die über das Grundstudium der altgriechischen Sprache hinausgehen.
In dieser vollständig neu bearbeiteten zweiten Auflage wurde die Einleitung um einen Abschnitt über den spätantiken Geographen Markianos erweitert und Aktualisierungen sowohl in die Einleitung als auch in den Kommentar aufgenommen.