
Psychedelia in Anglo-American Literature and Pop Culture After WWII
Die Psychedelia oder chemische Bewusstseinserweiterung, die häufig mit dem Drogenrausch verwechselt wird, hat seit Mitte des 20. Jahrhunderts verschiedene Kontroversen ausgelöst und ist gleichzeitig eine wichtige Quelle der künstlerischen Inspiration.
Auf diesen besonderen Aspekt konzentriert sich das vorliegende Buch, das die Psychedelia in den größeren Bereich der veränderten Bewusstseinszustände (die auch mystische und schizophrene Erfahrungen umfassen) einordnet. Das betreffende Phänomen wird hier in historischer Perspektive dargestellt, von den Romantikern über die Bohème des Fin-de-Siecle, die Modernisten, die Beats, die Hippies bis hin zur Rave-Generation (Generation X). Innovative, bewusstseinserweiternde, narkotische oder mystische Werke der Literatur (Blake, Burroughs), der Musik (Coltrane, Hendrix) und des Films (Russell, Temple) werden in einem breiten soziokulturellen Kontext analysiert, mit Bezügen zu anderen europäischen Kulturen (Rimbaud, Baudelaire, Hesse).
Das Buch bietet eine umfassende, erhellende Diskussion psychedelischer Einflüsse in den drei genannten Kunstbereichen und ist damit ein echter Pionierversuch in diesem Themenbereich (wenn man bedenkt, dass sich z. B.
R. Masters und J.
Houstons Psychedelic Art fast ausschließlich auf die Malerei konzentriert).