
Puppets and Cities: Articulating Identities in Southeast Asia
Die südostasiatischen Länder haben im letzten Jahrhundert eine Phase raschen Wandels durchlaufen, in der sie sich mit der Unabhängigkeit, der Modernisierung und den sich verändernden politischen Landschaften auseinandersetzten.
Regierungen und Bürger bemühen sich um ein Gleichgewicht zwischen Fortschritt und der Notwendigkeit, Identitäten zu artikulieren, die an die vorkoloniale Vergangenheit anknüpfen und in die Zukunft blicken. Marionetten und Städte: Articulating Identities in Southeast Asia befasst sich mit der Frage, wie das Puppenspiel den städtischen Raum ergänzt und mit ihm kombiniert wird, um gegenwärtige und zukünftige kulturelle und nationale Identitäten zu artikulieren.
Das Puppenspiel in Südostasien ist eines der ältesten und dynamischsten Genres der Performance. Bangkok, Jakarta, Phnom Penh und andere dynamische Städte expandieren und verändern sich rasch. Darbietungen bringen Menschen zusammen, bieten Möglichkeiten für wirtschaftliches Wachstum und bilden eine Brücke zwischen dem öffentlichen und dem privaten Bereich.
Ob traditionelle Schattenspiele in Anlehnung an Star Wars oder Riesenpuppen, die durch die Straßen ziehen - dieses Buch untersucht Puppen als Objekte und in der Performance, um Kultur lebendig zu machen. Basierend auf mehreren Jahren Feldforschung - dem Beobachten von Aufführungen, der Arbeit mit Künstlern und der Befragung von Schlüsselakteuren in der südostasiatischen Kulturproduktion - bietet das Buch eine Reihe von reichhaltigen Fallstudien von Puppenspielen an verschiedenen Orten, darunter: Theater in einem Vorort von Bangkok; Puppen in Museen in Jakarta, Indonesien; Puppenkompanien aus der Demokratischen Volksrepublik Laos, das Nationale Puppentheater von Vietnam und das Giant Puppet Project in Siem Reap, Kambodscha; neue globale Puppenspiel-Netzwerke durch soziale Medien; und wie Puppenspieler aus der ganzen Region zusammenkamen, um eine Aufführung zu kreieren, die die ASEAN-Identität feiert.