
'Qasr al-Buleida': a Late Roman-Byzantine Fortified Settlement on the Dead Sea Plain Jordan
Die vorliegende Studie befasst sich mit Qasr al-Buleida (arabisch: "die Burg oder der Palast auf dem Land"), einem kleinen Weiler sechs Kilometer nordöstlich des modernen Dorfes Ghor al-Mazra'a in der Ebene des Toten Meeres. Der Weiler umfasst die archäologischen Überreste von fünf freistehenden, befestigten architektonischen Komplexen sowie eine Reihe von landwirtschaftlichen Anlagen, darunter zwei Aquädukte, ein Damm oder Reservoir und Terrassen.
Zusammen bilden diese Strukturen die "Qasr al-Buleida-Siedlung", eine Einheit, die bisher weder untersucht noch vollständig veröffentlicht wurde. Ziel dieser Untersuchung von Qasr al-Buleida war es, durch Prospektionen und Ausgrabungen in zwei Feldsaisons (2002 und 2004) die Chronologie, die Kulturgeschichte und die Funktion der Siedlung als Netz von Befestigungsanlagen zu bestimmen, die sowohl einem defensiven und wirtschaftlichen Zweck dienten und den römisch-byzantinischen Limes Arabicus ergänzten, als auch einem landwirtschaftlichen. Die Analyse des Radiokarbonmaterials, des numismatischen Materials und der Keramik, die aus den geschichteten Ablagerungen der Ausgrabungen an den fünf QB-Stätten geborgen wurden, hat nun ergeben, dass sie zwischen dem vierten und sechsten Jahrhundert n.
Chr. bewohnt waren, ein Zeitraum, in dem sich alle Beweismittel überschneiden.