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Queer Freedom: Black Sovereignty
(Gewinner des Ruth-Benedict-Preises 2020 der Association for Queer Anthropology)
Das theoretisch weitreichende, sehr persönliche und poetische Buch Queer Freedom: Black Sovereignty" basiert auf mehr als drei Jahren Feldforschung in der Dominikanischen Republik. Ana-Maurine Lara stützt sich auf ihre Teilnahme an traditionellen Zeremonien, Beobachtungen von nationalen katholischen Feiern und Interviews mit Aktivisten aus bäuerlichen, feministischen und LGBT-Gemeinschaften, um zeitgenössische Gespräche über Queerness und Schwarzsein neu zu gestalten. Das Ergebnis ist eine reichhaltige Ethnographie über die Art und Weise, wie spirituelle Praktiken der Criollos geschlechtliche und rassische Binaritäten herausfordern und das manifestieren, was Lara als gemeinsamen Wunsch nach Dekolonisierung charakterisiert.
Queer Freedom: Schwarze Souveränität ist auch eine zeremonielle Ofrenda, eine Opfergabe. Im Mittelpunkt steht eine grundlegende Frage: Wie können wir "queeres: schwarzes" Leben in all seinen Formen ermöglichen, und was würde es bedeuten, im einundzwanzigsten Jahrhundert "frei: souverän" zu sein? Jahrhundert bedeuten? Lara fordert den Leser auf, gemeinsam mit ihr nach möglichen Antworten zu suchen, und behauptet, dass die Analogie zwischen diesen Begriffen - Queerheit und Schwarzsein, Freiheit und Souveränität - notwendigerweise unvollständig und ungelöst ist und nur durch fortlaufende Prozesse der verkörperten, relationalen Wissensproduktion bestimmt werden kann. Queer Freedom: Black Sovereignty folgt damit Figuren wie Sylvia Wynter, Mar a Lugones, M. Jacqui Alexander, Douard Glissant, Mark Rifkin, Gloria Anzald a und Audre Lorde in ihrem Bemühen, einen möglichen Fahrplan zur Dekolonisierung zu theoretisieren.