Bewertung:

George E. Haggertys „Queer Gothic“ bietet eine eingehende Untersuchung der Verbindungen zwischen Gothic-Literatur und Queer-Theorie. Das Buch zeigt auf, wie die Gothic-Literatur, von ihren Ursprüngen im 18. Jahrhundert bis zu zeitgenössischen Werken, normative Konstruktionen von Geschlecht und Sexualität in Frage stellt. Haggertys Analyse erstreckt sich über verschiedene Gothic-Texte und bezieht grundlegende Queer-Theoretiker mit ein und bietet wertvolle Einblicke für Wissenschaftler und Leser, die sich für die Überschneidungen von Kultur, Sexualität und Literatur interessieren.
Vorteile:Das Buch ist gründlich recherchiert und bietet eine umfassende Perspektive auf die queeren Elemente in der Gothic-Literatur. Haggertys wissenschaftlicher Hintergrund verleiht seinen Argumenten Glaubwürdigkeit, und der Text ist fesselnd geschrieben, indem er wissenschaftliche Strenge mit einem Hauch von Humor verbindet. Die Gliederung in drei klare Abschnitte ermöglicht eine gezielte Untersuchung und macht den Text auch für Personen mit unterschiedlichem Kenntnisstand über die Gothic-Literatur zugänglich.
Nachteile:Leser, die sich mit der Queer-Theorie oder der Gothic-Literatur nicht so gut auskennen, könnten einige Abschnitte aufgrund der häufigen Verweise auf komplexe Theoretiker und Konzepte als schwierig empfinden. Diejenigen, die sich weniger für zeitgenössische gotische Werke interessieren, könnten mit den letzten Kapiteln Schwierigkeiten haben. Um die Nuancen von Haggertys Argumenten zu verstehen, wird eine vorherige Hintergrundlektüre empfohlen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
George Haggerty untersucht die Art und Weise, wie Gothic Fiction den Verlust als Ausschluss homoerotischer Möglichkeiten thematisiert, sowie die Beziehung zwischen transgressiven sexuellen Verhaltensweisen und einer Reihe religiöser Verhaltensweisen, die als „katholisch“ verstanden werden.