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Queer Lovers and Hateful Others: Regenerating Violent Times and Places
Queere Subjekte sind in der Gesellschaft nur dadurch akzeptabel geworden, dass sie in den Schatten des neuen Volksteufels gestellt wurden, des "homophoben Migranten", der von der Gesellschaft als hasserfüllt und entbehrlich angesehen wird. Das vorliegende Buch untersucht dieses Konzept der "queeren Regeneration".
Queerness ist in eine Übergangsphase eingetreten, in der sie vom Neoliberalismus vereinnahmt wird, um Bestrafung und Vernachlässigung als Zeichen der Fürsorge und Liebe zur Vielfalt erscheinen zu lassen. Um diesen Übergang zu verstehen, untersucht Jin Haritaworn die Umgebungen, in denen queere Körper schützenswert geworden sind. Sie diskutiert die alltäglichen Auslöschungen, die das Leben in der Innenstadt prägen (mit Schwerpunkt auf Berlin), und wie queere Aktivisten aktiv nach den Mythen von Orten der Nostalgie für die "erfundenen Traditionen" der Frauen- und Schwulenfreundlichkeit suchen und diese zerstören.
Die Autorin untersucht ein reichhaltiges Archiv von Medien, Kunst, Politik und Aktivismus, darunter Plakate, Zeitungsberichte, Aktionspläne gegen Hasskriminalität, städtische Projekte, psychologische Studien, Demonstrationen, Kiss-ins, politische Reden und Filme. Anhand dieser Quellen werden die Beziehungen zwischen Islamophobie, Rassismus in Europa und den Vereinigten Staaten und dem globalen Krieg gegen den Terrorismus aufgezeigt, die dazu dienen, die Politik des Homonationalismus zu stärken.