Bewertung:

Das Buch wird für seinen zum Nachdenken anregenden Inhalt, der Parallelen zwischen LGBTQ+-Erfahrungen und progressivem Christentum aufzeigt, sehr positiv aufgenommen. Es wird dafür gelobt, dass es zu Diskussionen über Akzeptanz und Liebe innerhalb von Glaubensgemeinschaften anregt und gleichzeitig eine neue Perspektive auf die Beiträge der LGBTQ+-Gemeinschaft zum Christentum aufzeigt. Einige Leser empfanden jedoch den Schreibstil des Autors als unklar und die zentrale Botschaft als zweideutig, so dass es schwierig war, die umsetzbaren Schlussfolgerungen zu erkennen.
Vorteile:Denkanstöße für Diskussionen, einzigartige Perspektive auf den Beitrag von LGBTQ+ zum Glauben, gut geschrieben und organisiert, fördert Liebe und Akzeptanz, regt Diskussionen in kleinen Gruppen an, informativ für LGBTQ+ und heterosexuelle Christen, aufschlussreich und theologisch fundiert.
Nachteile:Unklarer Schreibstil, zweideutige Aufforderungen zum Handeln, einige Leser finden bestimmte Ideen schwer zu verstehen oder schlecht artikuliert, Potenzial für Verwirrung über die Absichten des Autors.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
Queer Virtue: What LGBTQ People Know about Life and Love and How It Can Revitalize Christianity
LGBTQ-Menschen sind ein Geschenk für die Kirche und haben das Potenzial, das Christentum neu zu beleben.
Als offen lesbische bischöfliche Priesterin und professionelle Anwältin für LGBTQ-Gerechtigkeit hat Reverend Elizabeth Edman ihre Karriere damit verbracht, sich mit den Kernaussagen ihres Glaubens auseinanderzusetzen. Nach eingehender Reflexion über ihre Tradition ist Edman zu der Erkenntnis gelangt, dass ihre queere Identität sie mehr darüber gelehrt hat, wie man ein guter Christ ist, als die Kirche.
In Queer Virtue stellt Edman die These auf, dass das Christentum in seinem biblischen Kern seine Anhänger unablässig dazu auffordert, falsche Binaritäten aufzubrechen und die Grenzen, die Menschen gegeneinander ausspielen, zu „verrücken“. So behauptet Edman, dass das Christentum, weit davon entfernt, queeren Menschen feindlich gegenüberzustehen, selbst von Natur aus queer ist. Indem sie aus dem Herzen der Schrift heraus argumentiert, zeigt sie auf, wie ein queeres Christentum - d. h. das Aufbrechen vereinfachender Denkweisen über das Selbst und den Anderen - den zeitgenössischen christlichen Glauben erhellen kann. Edman geht weit über die Vorstellung hinaus, dass „christliche Liebe = Toleranz“ ist, und bietet eine kühne Alternative an: die Erkenntnis, dass queere Menschen Christen helfen können, ihre grundlegende Berufung besser zu verstehen, und die Schaffung eines heiligen Raums, in dem LGBTQ-Christen als Geschenk für die Kirche gesehen werden.
Indem er queere Ethik und christliche Theologie miteinander ins Gespräch bringt, zeigt Edman auch, wie die Realitäten des queeren Lebens eine gelebte Antwort von hohem moralischen Kaliber verlangen - eine, die mit dem vom Christentum vorgezeichneten ethischen Weg in Einklang steht. Lebendig und leidenschaftlich schlägt Edman vor, queere Erfahrungen als inhärent wertvoll, ethisch tugendhaft und das Heilige erhellend zu feiern.
Queer Virtue ist eine reichhaltige und nuancierte Erkundung, die die Geschichte, die Mission und die theologischen Kernprämissen des Christentums auslotet, um alle Christen zu einem authentischeren und robusteren Verständnis ihres Glaubens aufzurufen.