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Queer Christianities: Lived Religion in Transgressive Forms
Queerness und Christentum, die oft als sich gegenseitig ausschließend dargestellt werden, stellen beide die gängigen Vorstellungen vom Guten und Natürlichen in Frage. Nirgendwo wird diese Herausforderung deutlicher als in den Identitäten, Glaubensrichtungen und Gemeinschaften, die queere Christen seit langem geschaffen haben. Als Christen haben sie einen Anspruch auf ein Christentum erhoben, das ihrem Selbstverständnis entspricht. Wie verstehen queer-identifizierte Menschen ihr religiöses Leben? Und auf welche Weise reagieren die gelebten Erfahrungen queerer Christen auf Traditionen und gestalten sie in der heutigen Praxis neu?
Queer Christianities integriert die Perspektiven der Queer-Theorie, der Religionswissenschaft und der christlichen Theologie in ein lebendiges Gespräch - sowohl transgressiv als auch traditionell - über die grundlegenden Fragen, die das Leben von queeren Christen umgeben. Der Band leistet einen Beitrag zur entstehenden wissenschaftlichen Diskussion über queere religiöse Erfahrungen, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der christlichen Konfessionsgemeinschaften gelebt werden.
Diese Arbeit, die sich um traditionelle christliche Lebensformen - Zölibat, Ehe und das, was hier provokativ als Promiskuität bezeichnet wird - gruppiert, spiegelt die Art und Weise wider, in der queere Christen die Formen, die diese Lebensformen annehmen, kontinuierlich rekonstruieren und multiplizieren.
Queer Christianities stellt die gängigen Vorstellungen von Sexualität und Religion in Frage, bleibt dabei aber einem christlichen Selbstverständnis treu, das offen ist für weitere Untersuchungen und für weitere Queerness.