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Queering the Redneck Riviera: Sexuality and the Rise of Florida Tourism
Queering the Redneck Riviera erschließt die vergessene und ausgelöschte Geschichte der Schwulen und Lesben in Nordflorida, einer Region, die in der Geschichte der LGBTQ-Erfahrung in den Vereinigten Staaten oft übersehen wird.
Jerry Watkins zeigt sowohl die Herausforderungen auf, denen sich diese Männer und Frauen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gegenübersahen, als auch die wesentliche Rolle, die sie dabei spielten, die Emerald Coast zu einem bedeutenden Touristenziel zu machen. In einem Staat, der sich als „familienfreundliches“ Tropenparadies verkaufen wollte, und in einer Zeit zunehmender moralischer Panik und Unterdrückung waren queere Menschen gezwungen, über ihre Identität und ihren Platz in der Gesellschaft zu verhandeln.
Watkins rekonstruiert das queere Leben in dieser Zeit anhand von Quellen wie Zeitungsartikeln, Werbe- und PR-Kampagnen, mündlichen Berichten, Regierungsdokumenten und Vernehmungsprotokollen des staatlichen Johns Committee. Er entdeckt, dass die Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur in der Nachkriegszeit es queeren Menschen erleichterten, sichere Orte zu erreichen, um sich zu treffen. Er deckt Geschichten über schwule und lesbische Strandpartys, Bars und Freundschaftsnetzwerke auf, die sich über den gesamten Süden erstreckten.
Das Buch enthält auch seltene Fotos von der Emma Jones Society, einer in Pensacola ansässigen Gruppe, die mutig Versammlungen und Treffen an öffentlichen Orten veranstaltete. Watkins beleuchtet eine Gemeinschaft, die Floridas aufstrebende Tourismuswirtschaft ankurbelte und dazu beitrug, eine sichtbare LGBTQ-Präsenz im Sunshine State zu etablieren, und bietet neue Einblicke in die Beziehungen zwischen Sexualität, Kapitalismus und konservativer Moral in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.