Bewertung:

Die Rezensionen des Buches konzentrieren sich auf das Leben und die Beiträge von Rabbi Elmer Berger und heben die Bedeutung des Antizionismus innerhalb der jüdischen Gemeinschaft hervor. Während das Buch für seine Gelehrsamkeit und sein wichtiges Thema gelobt wird, wird es für seine Organisation und Lesbarkeit kritisiert.
Vorteile:⬤ Ein wichtiges Thema, das Rabbi Elmer Berger und die antizionistische Bewegung im Judentum beleuchtet.
⬤ Ausgezeichnete Wissenschaft, die von den Lesern gelobt wird, was auf einen gut recherchierten Inhalt hindeutet.
⬤ Eine fesselnde Erzählung, die manche nur schwer aus der Hand legen konnten.
⬤ Schärft das Bewusstsein für den historischen Kontext des Antizionismus unter den amerikanischen Juden.
⬤ Das Buch ist schlecht gegliedert und enthält lange, verschachtelte Sätze, die schwer zu verstehen sein können.
⬤ Es setzt Vorkenntnisse über das Reformjudentum voraus, was einige Leser abschrecken könnte.
⬤ Einleitungen und Schlussfolgerungen werden von einigen Rezensenten als unverständlich beschrieben.
⬤ Einige meinten, das Buch sei oberflächlich und gehe nicht tief genug in komplexe Themen ein.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Rabbi Outcast: Elmer Berger and American Jewish Anti-Zionism
In den letzten zehn Jahren haben sich die Ansichten der amerikanisch-jüdischen Gemeinschaft gegenüber Israel und dem Zionismus dramatisch verändert. Seit dem Beginn der zweiten Intifada im Jahr 2000, der Beteiligung der Israel-Lobby an der Auslösung des Irak-Krieges und der Förderung des Krieges gegen den Iran sowie Israels weithin verurteilten Kriegen im Libanon und im Gaza-Streifen sind weite Teile der amerikanisch-jüdischen Gemeinschaft Israel und dem Zionismus gegenüber so desillusioniert wie zu keinem anderen Zeitpunkt seit der Gründung des Staates Israel.
Der Antizionismus in Amerika hat jedoch eine lange Geschichte. Elmer Berger war zweifellos der bekannteste jüdische Antizionist während des größten Teils seines Lebens, vor allem während des Zweiten Weltkriegs bis zum Sechstagekrieg von 1967 und seinen Nachwirkungen. Als Reformrabbiner war Berger während dieser Zeit Geschäftsführer des American Council for Judaism, einer von führenden Reformrabbinern gegründeten antizionistischen Organisation.
Der Autor Jack Ross stellt den liberalen jüdischen Antizionismus (im Gegensatz zu dem der orthodoxen oder revolutionär-sozialistischen Juden) in eine historische Perspektive. Diese Art des Antizionismus wurde von Rabbi Berger und seinen Vorgängern im Reformrabbinat praktisch verkörpert. Er vertrat seine Position mit Nachdruck, sehr zum Leidwesen seiner zionistischen Widersacher. Die wachsende Renaissance des liberalen jüdischen Antizionismus in Verbindung mit der in Vergessenheit geratenen Arbeit von Rabbiner Berger und dem American Council for Judaism ist ein zwingender Grund, seine Arbeit in dieser umfassenden, definitiven Biografie wieder aufzugreifen.