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Radicalism and Cultural Dislocation in Ethiopia, 1960-1974
Eine provokative Untersuchung der Ursachen der politischen Umwälzungen in Äthiopien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
In den 1960er und frühen 1970er Jahren übernahm eine Mehrheit der äthiopischen Studenten und Intellektuellen mit fanatischer Inbrunst eine marxistisch-leninistische Ideologie. Sie waren die führende Kraft in einem Aufstand gegen das imperiale Regime von Kaiser Haile Selassie und spielten eine entscheidende Rolle beim Aufstieg eines leninistischen Militärregimes. In dieser originellen Studie untersucht Messay Kebede die soziopolitischen und kulturellen Faktoren, die zur Radikalisierung der Bildungselite in Äthiopien beitrugen, und wie dieses Phänomen zu den ununterbrochenen politischen Krisen und wirtschaftlichen Rückschlägen des Landes seit der Revolution von 1974 beitrug.
Der Autor bietet eine einzigartige Insider-Perspektive, die er durch seine direkte Teilnahme an der Studentenbewegung gewonnen hat. Er betont die Rolle des westlichen Bildungssystems bei der fortschreitenden Radikalisierung der Studenten und bewertet die Auswirkungen der westlichen Bildung auf die traditionellen Kulturen. Radicalism and Cultural Dislocation in Ethiopia, 1960-1974" ist die bisher umfassendste Studie über die Rolle der Studenten in der modernen politischen Geschichte Äthiopiens und öffnet die Tür für Diskussionen und Debatten über die Modernisierung Afrikas und die Auswirkungen der kulturellen Kolonisierung.
Messay Kebede ist Professor im Fachbereich Philosophie an der University of Dayton und Autor von Survival and Modernization -- Ethiopia's Enigmatic Present: Ein philosophischer Diskurs (1999).