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Race News: Black Journalists and the Fight for Racial Justice in the Twentieth Century
In den 1920er Jahren begannen sich die kommerzielle und die alternative schwarze Presse, die einst getrennt waren, zu vermischen.
Die dadurch entstehende durchlässige Pressekultur veränderte die politischen und wirtschaftlichen Beweggründe, die den afroamerikanischen Journalismus prägten. Sie löste auch Auseinandersetzungen über radikale Politik aus, die die Berichterstattung über einige der bedeutsamsten Ereignisse in der afroamerikanischen Geschichte veränderten.
Beginnend in den 1920er Jahren zeichnet Fred Carroll nach, wie Mainstream-Journalisten die Berichterstattung über die vermeintlich marginale Politik der alternativen Presse - Antikolonialismus, Antikapitalismus und schwarzer Separatismus - in ihre Publikationen aufnahmen. Er verfolgt die Geschichte bis in die 1950er Jahre, als eine alternative Presse wieder auftauchte, als kommerzielle Verleger angesichts der Repressionen des Kalten Krieges den progressiven Journalismus einschränkten. Wie Carroll zeigt, erlangten die Journalisten jedoch eine beträchtliche redaktionelle Unabhängigkeit, die sie auch bei der Modernisierung der nationalen Zeitungen in den 1960er Jahren beibehielten.
Die Politik der alternativen Autoren sickerte über Journalisten, die für beide Zeitungen schrieben, und durch berufliche Freundschaften, die politische Grenzen ignorierten, in kommerzielle Zeitungen ein. Race News ist ein fesselnder und prägnanter Bericht über die dramatische Geschichte der Entwicklung der schwarzen Pressekultur im zwanzigsten Jahrhundert.