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Spaces between Us: Queer Settler Colonialism and Indigenous Decolonization
Wir alle, die wir in Siedlergesellschaften leben, sind ineinander verstrickt, behauptet Scott Lauria Morgensen, und unsere Beziehungen zueinander beeinflussen alles, was diese Gesellschaften berühren. Eingeborene leben in Beziehung zu allen Nicht-Eingeborenen inmitten der fortwährenden Machtverhältnisse des Siedlerkolonialismus, obwohl sie niemals ihre inhärenten Ansprüche auf Souveränität als indigene Völker verlieren. Spaces between Us erklärt, wie die relationalen Unterscheidungen von "Eingeborenen" und "Siedlern" den Status des "Queer-Seins" definieren, und argumentiert, dass moderne queere Subjekte unter Eingeborenen und Nicht-Eingeborenen entstanden sind, indem sie sich mit dem bedeutungsvollen Unterschied auseinandersetzten, den Eingeborenheit innerhalb einer Siedlergesellschaft ausmacht.
Morgensens Analyse entlarvt den weißen Siedlerkolonialismus als primäre Bedingung für die Entwicklung der modernen Queer-Politik in den Vereinigten Staaten. Indem er historische und ethnographische Fälle zusammenbringt, zeigt er, wie queere Projekte in den USA zu nicht-indigenen und normativ weißen Projekten wurden, indem er den historischen Aktivismus und die kritische Theorie indigener queerer und Two-Spirit-Personen vergleichend untersucht.
Mit der Darstellung einer "Biopolitik des Siedlerkolonialismus" - in der das imaginäre Verschwinden der Indigenität und die anhaltende Unterwerfung aller rassifizierten Völker eine fortschrittliche Zukunft für weiße Siedler sichert - zeigt Spaces between Us die Interdependenz von Nation, Rasse, Geschlecht und Sexualität neu auf und bietet Möglichkeiten des Widerstands in den Vereinigten Staaten.