Bewertung:

Die Rezensionen zu „Ravensbrück: Life and Death in Hitler's Concentration Camp for Women“ von Sarah Helm heben die tiefgründige und gut recherchierte Erzählung hervor, die die Erfahrungen von Frauen in diesem nationalsozialistischen Konzentrationslager untersucht. Das Buch zeichnet sich durch die akribische Beschreibung der beteiligten Personen aus, sowohl der Opfer als auch der Täterinnen. Viele Leserinnen und Leser empfanden es als einen kraftvollen, emotionalen und augenöffnenden Bericht, auch wenn der grafische Charakter des Inhalts und die intensive Thematik es für manche zu einer Herausforderung machten. Das Buch wird dafür gelobt, dass es einen Teil der Geschichte ans Licht bringt, der oft übersehen wird.
Vorteile:⬤ Extrem gut recherchiert, mit akribischer Detailgenauigkeit.
⬤ Fesselnde Erzählung, die die Figuren zum Leben erweckt.
⬤ Behandelt einen weniger bekannten Aspekt des Holocausts, der sich auf Frauen konzentriert.
⬤ Emotionale Tiefe und eindringliche Geschichten von Überlebenden.
⬤ Zeigt die weitreichenden Auswirkungen der Nazi-Gräueltaten über die jüdischen Opfer hinaus auf.
⬤ Wichtige historische Darstellung, die über die Schrecken von Ravensbrück aufklärt.
⬤ Grafische und intensive Thematik, die für manche Leser schwierig sein könnte.
⬤ Umfangreich (über 700 Seiten), was es zu einer langen Lektüre macht.
⬤ Einige Leser fanden die Erzählung etwas unzusammenhängend.
⬤ Das Kleingedruckte erschwert das Lesen.
⬤ Kritik an der Darstellung der Berichte und Dialoge der Überlebenden.
(basierend auf 319 Leserbewertungen)
Ravensbruck: Life and Death in Hitler's Concentration Camp for Women
Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs plante Heinrich Himmler, der Hauptverantwortliche für den Holocaust, ein spezielles Konzentrationslager für Frauen, das fünfzig Meilen nördlich von Berlin lag. Nur ein kleiner Teil der Gefangenen war jüdisch.
Ravensbr ck war in erster Linie ein Ort, an dem die Nazis andere minderwertige Wesen festhielten: Zeugen Jehovas, Widerstandskämpfer, Lesben, Prostituierte und Aristokraten - sogar die Schwester des New Yorker Bürgermeisters LaGuardia. Sechs Jahre lang mussten die Gefangenen Zwangsarbeit, Folter, Hunger und willkürliche Hinrichtungen ertragen. In den letzten Monaten des Krieges wurde Ravensbrück zu einem Vernichtungslager.
Die Schätzungen über die Zahl der Todesopfer schwanken zwischen 30.000 und 90.000. Jahrzehntelang wurde die Geschichte von Ravensbr ck hinter dem Eisernen Vorhang verborgen.
Anhand von Zeugenaussagen, die seit dem Ende des Kalten Krieges ausgegraben wurden, und Interviews mit Überlebenden, die nie zuvor gesprochen haben, führt uns Sarah Helm nun in das Herz des Lagers. Das Ergebnis ist ein bahnbrechendes Werk, das viele Berichte miteinander verwebt und Figuren auf beiden Seiten der Kluft zwischen Gefangenen und Wächtern verfolgt.
Ravensbr ck ist erschreckend, fesselnd und zutiefst notwendig - eine unverzichtbare Lektüre für jeden, der sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus beschäftigt.