Bewertung:

Das Buch bietet eine nuancierte Untersuchung der amerikanischen Außenpolitik, insbesondere im Zusammenhang mit der Förderung der Demokratie im Nahen Osten nach dem Arabischen Frühling. Es verbindet akademische Analysen mit praktischen politischen Überlegungen und argumentiert, dass demokratische politische Parteien für den Übergang autoritärer Staaten zur Demokratie unerlässlich sind. Während viele Rezensionen Abrams' Einsichten und seinen realistischen Ansatz lobten, konzentrierten sich einige Kritiken auf den langatmigen Charakter des Buches und eine vermeintliche Neigung zu militärischen Lösungen.
Vorteile:⬤ Gleichgewicht zwischen akademischer Untersuchung und politischem Fokus.
⬤ Liefert eine gut informierte Geschichte der internationalen Rolle der USA.
⬤ Argumentiert überzeugend für die Notwendigkeit demokratischer politischer Parteien in sich demokratisierenden Staaten.
⬤ Bietet eine realistische Strategie für die Demokratieförderung.
⬤ räumt mit gängigen Missverständnissen über die Demokratie im Nahen Osten auf.
⬤ Das Buch wird als zu langatmig angesehen, mit sich wiederholenden Punkten.
⬤ Es gibt Bedenken wegen einer anfänglichen Tendenz, militärische Lösungen zu befürworten.
⬤ Einige Leser fanden den Buchrücken schlecht gedruckt.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Realism and Democracy: American Foreign Policy After the Arab Spring
Amerika wendet sich von der Unterstützung für die Demokraten in den arabischen Ländern ab und setzt stattdessen auf "pragmatische" Abkommen mit Tyrannen, um den gewalttätigen islamistischen Extremismus zu besiegen. Für zu viele politische Entscheidungsträger ist die arabische Demokratie ein gefährlicher Luxus.
In Realism and Democracy stellt Elliott Abrams seine vier Jahrzehnte lange Erfahrung als amerikanischer Beamter und führender Nahostexperte unter Beweis und zeigt, dass Deals mit Tyrannen nicht funktionieren werden. Der Islamismus ist eine Idee, die nur durch eine bessere Idee besiegt werden kann: Demokratie.
Durch eine sorgfältige Analyse der amerikanischen Demokratieförderung in der Region und darüber hinaus, vom Kalten Krieg bis zu den Obama-Jahren, beweist Abrams, dass Unterdrückung den Islamisten hilft, die Demokraten zu schlagen, während politische Öffnungen gemäßigten und liberalen Kräften eine Chance bieten. Dieses Buch ist ein starkes Plädoyer für eine amerikanische Außenpolitik, die praktische Politik mit Idealismus verbindet und sich weigert, diejenigen im Stich zu lassen, die in der arabischen Welt für Demokratie und Menschenrechte kämpfen.