Bewertung:

Nathaniel Moirs Biografie über Bernard Fall bietet eine eingehende Untersuchung von Falls Beitrag zum Verständnis des Vietnamkriegs und der revolutionären Kriegsführung. Das Buch hebt Fall's nuancierte Perspektiven und Kritiken der militärischen Macht während des Konflikts hervor, neben persönlichen Anekdoten, die den historischen Kontext seines Lebens und seiner Arbeit aufzeigen.
Vorteile:Das gut recherchierte und aufschlussreiche Buch bietet einen umfassenden Einblick in das Leben von Bernard Fall und seine Bedeutung als Analytiker der aufständischen Kriegsführung. Es gilt als wertvolle Quelle für das Verständnis der komplexen Zusammenhänge des Vietnamkriegs und wird als Pflichtlektüre für Militärakademien empfohlen. Die Erzählung geht auf die intellektuelle Entwicklung von Fall ein und bietet eine klarere Perspektive auf die revolutionäre Kriegsführung.
Nachteile:Einige Leser fanden das Buch etwas repetitiv und merkten an, dass es sich nicht um eine rasante oder fesselnde Lektüre handelt. Außerdem könnten diejenigen, die mit Falls Werk nicht vertraut sind, anfangs Schwierigkeiten mit der Tiefe und Komplexität des Inhalts haben.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Number One Realist - Bernard Fall and Vietnamese Revolutionary Warfare
In einem Brief an „Newsweek“ aus dem Jahr 1965 bezeichnete sich der französische Schriftsteller und Akademiker Bernard Fall (1926-67) als „Realist Nummer eins“ im Vietnamkrieg.
Dies ist das erste Buch, das sich mit dem Denken dieser übersehenen Figur beschäftigt, einem der wichtigsten Experten für die Aufstandsbekämpfung in Indochina. Nathaniel L.
Moirs intellektuelle Geschichte analysiert Falls prägende Erfahrungen: seinen Dienst im französischen Untergrund und in der Armee während des Zweiten Weltkriegs, die Hinrichtung seines Vaters durch die Deutschen und die Ermordung seiner Mutter in Auschwitz sowie seine Arbeit als wissenschaftlicher Analytiker bei den Nürnberger Prozessen. Moir zeigt, wie diese kritischen Ereignisse Fall's pointierte Analyse der von den Viet Minh geführten revolutionären Kriegsführung während des Französisch-Indochina-Krieges und des frühen Vietnamkrieges geprägt haben. In den Jahren vor der konventionellen amerikanischen Intervention im Jahr 1965 vertrat Fall die Ansicht, dass die Lösung des Konflikts in Vietnam - weit mehr als alles andere im militärischen Arsenal der Vereinigten Staaten - politische Stärke, Willenskraft, Integrität und Geschicklichkeit erfordern würde.
Number One Realist“ beleuchtet Falls Studie zur politischen Versöhnung in Indochina und zeigt gleichzeitig, wie seine tiefgreifende, humanitäre Kriegskritik in den endlosen Konflikten der Gegenwart weiterwirkt. Das Buch wird unser Denken über den Vietnamkrieg herausfordern und verändern.