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Law Beyond the State: Dynamic Coordination, State Consent, and Binding International Law
Trotz wachsender Skepsis gegenüber dem Wert des Völkerrechts und seiner Vereinbarkeit mit der staatlichen Souveränität sollten die Staaten das Völkerrecht verbessern und stärken, weil es einen entscheidenden Beitrag zu einer von Frieden und Gerechtigkeit geprägten internationalen Ordnung leistet.
In den letzten Jahren sind internationale Abkommen und Institutionen besonders umstritten geworden. China weigert sich, sich an die Entscheidung eines internationalen Schiedsgerichts zu halten, das die UNCLOS-Regeln im Südchinesischen Meer umsetzt, und Donald Trump hat die USA aus internationalen Abkommen wie dem Pariser Klimaabkommen von 2015 zurückgezogen. Solche Rückzüge offenbaren eine weit verbreitete Ambivalenz gegenüber der Zusammenarbeit durch internationales Recht und machen die Errungenschaften langjähriger Verrechtlichungsprozesse zunichte. In Law Beyond the State reagiert Carmen Pavel auf die ambivalente Haltung der Staaten gegenüber dem Völkerrecht, indem sie moralische und rechtliche Gründe für die Verbesserung, Stärkung und weitere Institutionalisierung des Völkerrechts anführt. Sie argumentiert, dass die gleichen Gründe, die für die Entwicklung des Rechts auf nationaler Ebene sprechen, nämlich die Pflege des Friedens, der Schutz der individuellen Rechte, die Erleichterung komplexer Formen der Zusammenarbeit und die Lösung kollektiver Probleme, auch für die Entwicklung des Rechts sprechen.
Handlungsprobleme, auch die Entwicklung des Rechts auf internationaler Ebene unterstützen.
Die Argumentation ist somit eine institutionelle moralische Argumentation. Pavel zeigt, warum es für den Einzelnen von Bedeutung sein sollte, dass sein Staat Teil einer durch Regeln geregelten internationalen Ordnung ist. Wenn Staaten durch gemeinsame Verhaltensregeln gebunden sind, profitieren ihre Bürger davon. Das Völkerrecht ermutigt die Staaten, die Rechte des Einzelnen zu schützen, und bietet ihnen ein Forum, in dem sie kommunizieren, verhandeln und Kompromisse schließen können, um sich vor Einmischung von außen zu schützen und ihre Innenpolitik effektiver zu gestalten, einschließlich derjenigen, die auf die Verbesserung des Wohlergehens ihrer Bürger ausgerichtet ist. So zeigt Pavel, dass das Völkerrecht einen entscheidenden, unersetzlichen und entscheidenden Beitrag zu einer internationalen Ordnung leistet, die von Frieden und Gerechtigkeit geprägt ist. In einer Zeit, in der der Klimawandel, Gesundheitsepidemien und Menschenrechtsverletzungen großen Ausmaßes zu den Herausforderungen der Zusammenarbeit jenseits der Staatsgrenzen gehören, erinnert Recht jenseits des Staates eindringlich an die Instrumente, die uns zur Verfügung stehen, um sie anzugehen.