
Law and the Quest for Gender Equality
Jahrhundertelang wurde das Recht dazu benutzt, Frauen unterzuordnen und sie aus der öffentlichen Sphäre auszuschließen. Man kann also nicht erwarten, dass es sofort oder ohne Widerstand von Männern, die als Maßstab gelten - d.
h. die weiß, heterosexuell, körperlich fit und aus der Mittelschicht sind - zu einer Quelle der Gleichheit wird. Gleichheit war außerdem nur in der öffentlichen Sphäre erreichbar, während die private Sphäre als Ort der Ungleichheit gekennzeichnet war; eine Ehefrau, Kinder und Diener konnten niemals dem Herrn gleichgestellt sein.
Trotz ihrer Ambivalenz in Bezug auf die Rolle des Rechts und seiner Widersprüche sahen die Frauen und die Anderen keine andere Möglichkeit, als das Recht als Mittel zur Befreiung zu nutzen. Dieses verzerrte patriarchalische Erbe - der Subtext dieser Aufsatzsammlung - hat das Streben von Frauen und anderen nach Gleichberechtigung weiterhin behindert.
Es prägt nicht nur die Geschlechterbeziehungen im privaten Bereich, wie häusliche Gewalt und sexuelle Übergriffe zeigen, sondern auch den Status von Frauen im öffentlichen Raum. Trotz der Tatsache, dass Frauen in großer Zahl in die Erwerbsarbeit - einschließlich der Berufe - eingetreten sind, wird von ihnen immer noch erwartet, dass sie den größten Teil der gesellschaftlichen Fürsorge übernehmen.
Die Aufsätze zeigen, wie mütterliche und fürsorgliche Rollen, die immer noch weitgehend als Teil einer ungeregelten privaten Sphäre angesehen werden, weiterhin beschworen werden, um die Autorität des Weiblichen im öffentlichen Raum zu schmälern. Auch das Versprechen der Antidiskriminierungsgesetzgebung, das Erbe der Vergangenheit zu überwinden, erweist sich als etwas hohl.