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Finding Right Relations: Quakers, Native Americans, and Settler Colonialism
Die Quäker waren eine der ersten Siedlergruppen, die in den Nordosten Nordamerikas vordrangen. William Penn wollte im heutigen Pennsylvania ein „Heiliges Experiment“, eine utopische Kolonie, errichten. Hier, so dachte er, würden seine Siedler in Harmonie mit den indigenen Lenape und anderen Siedlern leben.
Im Mittelpunkt von Finding Right Relations steht die Beziehung zwischen den Quäker-Kolonisten und dem Lenape-Volk. Das Buch untersucht die widersprüchliche Position der Quäker als egalitäres, pazifistisches Volk und als Siedler-Kolonisten. Dieses Buch untersucht die wichtigsten Herausforderungen für den Glauben der Quäker und die daraus resultierenden Beziehungen zu den amerikanischen Indianern von der Mitte des 17. bis zum späten 19. Es zeigt, wie die Quäker es nicht nur versäumten, die koloniale Gewalt der Siedler gegen die amerikanischen Indianer zu verhindern, sondern diese auch noch aufrechterhielten. Anhand historischer Beispiele wie dem Franzosen- und Indianerkrieg, dem Massaker an den Conestoga-Indianern und den amerikanischen Indianer-Internaten wird die Macht des Kolonialismus aufgezeigt, die selbst jene Kolonisten korrumpiert, deren Glaubenssystem auf sozialer Gerechtigkeit beruht.
Auch wenn sich diese Wahrheit an der Identität der Quäker als Pazifisten und sozial bewusste, gerechtigkeitsorientierte Menschen reibt, gehen die Autoren der Frage nach, wie die Konfrontation mit diesen Wahrheiten Wege nach vorn eröffnet, um Wiedergutmachung für das Unrecht der Vergangenheit zu erreichen. Dieses Buch bietet einen Weg zur Wahrheitsfindung, der für den Heilungsprozess unerlässlich ist.