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Legal Identity, Race and Belonging in the Dominican Republic: From Citizen to Foreigner
In den nächsten zehn Jahren werden die Staaten im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), die darauf abzielen, mehr als eine Milliarde Menschen auf der ganzen Welt mit einem Nachweis ihrer rechtlichen und zunehmend auch digitalen Existenz auszustatten, groß angelegte Registrierungen durchführen.
Rechtsidentität, Ethnie und Zugehörigkeit: From Citizen to Foreigner" (Vom Bürger zum Ausländer) ist ein wichtiges Buch, das einen Zusammenhang zwischen der Rolle internationaler Akteure wie der Weltbank und den Vereinten Nationen bei der Förderung der universellen Bereitstellung von Rechtsidentität und willkürlichen Maßnahmen zur Beschränkung des Zugangs zu Staatsangehörigkeitspapieren für (größtenteils) in der Dominikanischen Republik geborene und lebende Menschen haitianischer Abstammung aufzeigt. Das Buch bietet die maßgebliche Analyse der Ereignisse, die zu dem umstrittenen Urteil des Verfassungsgerichts von 2013 führten, das die dominikanische Klägerin Juliana Deguis Pierre staatenlos machte.
Hayes de Kalaf veranschaulicht, wie Maßnahmen, die Menschen haitianischer Abstammung absichtlich den Zugang zu ihrer legalen Identität versperrten, nicht nur undokumentierte und staatenlose Bevölkerungsgruppen betrafen - Personen, die am Rande der Staatsbürgerschaft leben -, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf dokumentierte Personen hatten; Dominikaner, die bereits im Besitz einer staatlich ausgestellten Geburtsurkunde, eines Personalausweises und/oder eines Reisepasses sind. Das Buch veranschaulicht die komplexe und widersprüchliche Art und Weise, in der digitale Identitätssysteme erlebt werden, und stellt damit die Annahme der aktuellen Entwicklungspolitik in Frage, dass die Bereitstellung eines Personalausweises für alle und überall zur Eingliederung aller Bürger führen wird.