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Illegality after Patel v Mirza
In der Rechtssache Patel gegen Mirza (2016) UKSC 42 entschieden neun Richter des Obersten Gerichtshofs von England und Wales zugunsten einer Rückerstattung als Reaktion auf eine ungerechtfertigte Bereicherung, trotz der illegalen Transaktion, auf der diese Bereicherung beruhte. Obwohl das Urteil einstimmig erging, war der Gerichtshof in seiner Argumentation gespalten. Lord Toulson, Lady Hale, Lord Kerr, Lord Wilson, Lord Hodge und Lord Neuberger sprachen sich für einen Ermessensansatz aus, aber ihre Argumentation wurde von Lord Sumption (unter (261)) als "revolutionär" bezeichnet, der im Gegensatz dazu eine eher regelbasierte Methode zur Behandlung der Frage skizzierte; eine Methode, der Lord Mance und Lord Clarke weitgehend zustimmten.
Die Entscheidung ist detailliert und komplex, und ihre Auswirkungen auf verschiedene Rechtsbereiche sind erheblich. Bezeichnenderweise wurde der Grundsatz des Vertrauens in Tinsley gegen Milligan (1994) 1 AC 340 verworfen, ebenso wie die Regel in Parkinson gegen College of Ambulance Ltd (1925) KB 1. Patel gegen Mirza kann daher mit Fug und Recht als eines der wichtigsten Urteile im allgemeinen Privatrecht seit einer Generation bezeichnet werden, und es ist zu erwarten, dass es Auswirkungen auf die Anwendung der Rechtswidrigkeitslehre in einer Vielzahl von Disziplinarbereichen haben wird. Sofern der Gesetzgeber nicht eingreift, was zum gegenwärtigen Zeitpunkt unwahrscheinlich erscheint, wird das Urteil Patel/Mirza von dauerhafter Bedeutung sein.
Dieser Sammelband bietet eine Reihe wichtiger theoretischer und praktischer Perspektiven zur Einrede der Rechtswidrigkeit im englischen Privatrecht. Alle Autoren sind in ihren jeweiligen Fachgebieten gut eingeführt. Der Zeitpunkt des Erscheinens des Buches bedeutet, dass es sowohl für Juristen als auch für Wissenschaftler als Standardwerk zu diesem Thema ungewöhnlich gut geeignet ist.